Tagliatelle – Die beste Pasta für Sauce

Für manche schmecken alle Teigwaren gleich, doch echte Pastafans kennen die Unterschiede. Farfalle, Fettuccine oder Fusilli – als Laie kommt man schnell durcheinander, welche Sorte zu welchem Gericht passt. Bandnudeln wie die Tagliatelle eignen sich vor allem für Rezepte mit viel Sauce, denn je breiter die Nudel, umso besser nimmt sie die Flüssigkeit auf – und an leckeren Saucen mangelt es der italienischen Küche wahrlich nicht.

Foodfacts Foodfacts

Tagliatelle

Nahrungsgruppe

Kohlenhydrate

Kalorien

140 kcal pro 100 g

Nährwerte

26,3 g Kohlenhydrate, 1,3 g Nahrungsfasern, 1 g Fett, 5 g Protein pro 100 g

Saison

ganzjährig erhältlich

Lagerung

getrocknete Tagliatelle trocken und dunkel bei Raumtemperatur

Haltbarkeit

bis zu 3 Jahre

Inspiriert von der Frisur einer Adligen

Der Begriff Tagliatelle stammt vom italienischen Verb «tagliare», zu Deutsch «schneiden», ab. Die Pastaspezialität hat ihren Ursprung in der Region Emilia-Romagna im Norden Italiens, wo sie traditionell als «tagliatelle con ragù» gereicht wird, also Tagliatelle mit einer Fleischsauce. Es handelt sich um lange, flache Bänder, die den toskanischen Fettuccine zum Verwechseln ähnlich sehen. Normalerweise sind die Bandnudeln zwischen fünf und zehn Millimeter breit.

Die Inspiration für die breiten Teigwaren war angeblich die blonde Haarpracht einer italienischen Adligen. Im Jahr 1487 soll sich der Koch Maestro Zafirano für sein Gericht «Tagliolini di pasta e sugo, alla maniera di Zafiran» an der Frisur von Lucrezia Borgia orientiert haben. Ob diese Geschichte stimmt, ist nicht sicher. Es gibt Hinweise darauf, dass die Bandnudeln bereits früher erfunden wurden. Tatsache ist aber, dass die Tagliatelle heute eine der bekanntesten Pastakreationen Italiens ist.

Tagliatelle richtig kochen

Die Bandnudeln kaufst du frisch aus dem Kühlregal oder getrocknet. Die trockenen Teigwaren sind oft zu Nestern aufgewickelt, die sich beim Kochen lösen. Tagliatelle gibt es auch glutenfrei. Statt Weizenmehl verwenden die Hersteller Mehl aus Reis, Mais, Kichererbsen, Buchweizen oder einer Kombination daraus. Natürlich kannst du die Bandnudeln zu Hause auch selbst machen. Traditionell stellt man sie aus Eiern und feinem Weizenmehl her, wobei auf 100 Gramm Mehl ein Ei kommt. Salz gehört nicht in den Teig, sondern nur ins Kochwasser.

Wenn du Pasta als Hauptmahlzeit zubereitest, rechne mit etwa 100 Gramm pro Portion. Um Tagliatelle zu kochen, erhitzt du reichlich Salzwasser in einem weiten Topf. Gib die Teigwaren aber erst hinein, wenn das Wasser zu sprudeln beginnt. Die genaue Kochzeit entnimmst du der Verpackung. Probiere gegen Ende der Kochzeit, ob die Teigwaren gar sind. Giesse sie anschliessend in ein Sieb ab, schrecke sie aber nicht mit kaltem Wasser ab. Schwenke sie stattdessen in der Sauce und serviere sie heiss.

Am besten mit Sauce zubereitet

Es gibt in Italien Hunderte verschiedener Pastaarten. In den Geschäften der Schweiz ist die Auswahl kleiner, aber trotzdem hast du dich vielleicht schon mal gefragt, worin denn überhaupt der Unterschied besteht. Ist es nicht egal, ob man die Bolognese-Sauce mit dünnen Spaghetti oder spiralförmigen Fusilli kocht? Generell empfiehlt man Tagliatelle für Gerichte mit Sauce. Frisch zubereitete Bandnudeln haben eine poröse Oberfläche und sind breiter als beispielsweise Spaghetti. Dadurch nehmen sie die Sauce besonders gut auf.

Tagliatelle harmonieren mit Saucen mit Fleisch und Fisch jeder Art, aber auch mit Gemüsebeilagen. Ein Klassiker sind Bandnudeln mit Lachs und Spinat oder mit einer Sauce aus Steinpilzen. Auch eine Rahmsauce mit gedünstetem Broccoli und knusprigen Baumnüssen passt gut zu den breiten Teigwaren. Das traditionell zu Tagliatelle gereichte Ragù alla bolognese ist ein Ragout aus Tomaten, Rüebli, Sellerie und Hackfleisch, das mehrere Stunden köcheln muss. Etwas schneller ist die Bolognese-Sauce fertig. Sie hat ähnliche Zutaten wie das Ragout, reicht aber nicht an das Original heran.

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