Über 100’000 Reissorten existieren auf der Welt. Auf unseren Tellern landen dabei am häufigsten die Sorten Basmati- und Jasminreis – und zwar in der Form des geschälten, weissen Reises. Das Reiskorn ist nach der Ernte noch von Frucht- und Samenschale, Silberhaut und Aleuronschicht umschlossen, die viele Vitamine und Mineralstoffe, Fett, Eiweiss und Ballaststoffe enthalten. Dank seiner grossen Menge an komplexen Kohlenhydraten macht Reis lange satt und wird als Stärkelieferant in Kombination mit einer grossen Portion Gemüse, Fleisch oder Fisch zu einer gesunden, ausgewogenen Mahlzeit.

 

Gattung

Süssgräser

Kalorien

115 kcal pro 100 g

Nährwerte

26 g Kohlenhydrate, 0,5 g Nahrungsfasern, 0,2 g Fett, 2,2 g Protein pro 100 g

Saison

ganzjährig erhältlich

Lagerung

trocken und luftdicht

Haltbarkeit

ungekocht bis zu 2 Jahre

Alleskönner Reis – Herkunft und Anbau

Reis ist eine Getreideart und bezeichnet die Körner der Reispflanze Oryza sativa und Oryza glaberrima. Vor allem in Asien zählt das Getreide zu den Hauptnahrungsmitteln und kommt fast zu jeder Mahlzeit auf den Tisch. Seit mehr als 5‘000 Jahren wird deshalb in grossen Teilen Asiens Reis angebaut – auch heute noch ist Asien für 90 % der weltweiten Reisproduktion verantwortlich.

Reis wird überwiegend im Nassanbau produziert, denn das viele Regen- oder Flusswasser hält Unkraut und Schädlinge von der Reispflanze fern. Der Pflanze schaden die stetig hohen Wasserstände dabei nicht, schliesslich wurde sie über die Jahrtausende zur Wasserpflanze umgezüchtet.

Neben dem Nassanbau gibt es auch Trockenreis. Hierbei wird eine Unterart von Reis angebaut, die sich nicht an die Methode der Überflutung angepasst hat. Trockenreis wird vor allem dort angebaut, wo der Nassanbau nicht möglich wäre, aber eine hohe Luftfeuchtigkeit besteht, beispielsweise im Gebirge.

Etliche Reissorten für eine endlose Kombinationsvielfalt

Legst du besonderen Wert auf eine nährstoffreiche, gesunde Ernährung, solltest du zum Naturreis greifen. Das kommt daher, dass er zwar enthülst wird, aber das Silberhäutchen – unter dem sich ein Grossteil der Nährstoffe befindet – nicht entfernt wird. Er schmeckt intensiver als geschälter Reis, ist bissfest und weist einen leicht nussigen Geschmack auf. Zudem muss er fast doppelt so lang gekocht werden wie normaler Reis. Bedenke aber immer, dass auch Naturreis nicht genügend Nährstoffe für eine vollwertige Nahrung bietet. Deshalb solltest du auch Naturreis mit viel Gemüse, Fleisch oder Fisch ergänzen.

Verbreiteter ist jedoch der bereits erwähnte weisse Reis. Bei diesem trennt man das Silberhäutchen vom Korn, das anschliessend mit Talkum und Glucose poliert und damit weiss wird. Neben weissem Reis und braunem Reis gibt es aber auch roten, schwarzen und grünen Reis. Weltweit gibt es ca. 100'000 Reissorten. Der schwarze und rote Reis sind Vollkornreisarten, also sehr nahrhafte Naturreissorten. Beide Arten sind sehr nussig. Der grüne Reis wird unreif geerntet und in der Sonne getrocknet. Anschliessend wird er als Panade und als Dekorationsmittel für Süssigkeiten verwendet.

Neben diesen farblichen Unterschieden wird bei Reis auch zwischen Langkorn, Rundkorn und Mittelkorn unterschieden. Langkornreis ist schmal, lang und bleibt nach dem Kochen körnig und locker. Basmati- und Jasminreis zählen zum Langkornreis. Rundkornreis ist klein und dick, er gibt beim Kochen viel Stärke ab und wird klebrig, z. B. Risottoreis. Sushireis ist ein Beispiel für Rundkornreis. Mittelkornreis stellt eine Mischung aus den beiden anderen Typen dar, ist nach dem Kochen aber eher weich und klebrig. Schwarzer Reis zählt zum Mittelkornreis. 

Auf einfache Weise Reis kochen und zahllose Gerichte geniessen

Es gibt viele Arten, Reis zu kochen; am einfachsten ist die Quellmethode mit einem Reiskocher. Hier musst du einfach nur die gewünschte Menge Reis in den Reiskocher geben und etwa das 1,5-fache davon an Wasser hinzugeben. Anschliessend übernimmt der Reiskocher die komplette Arbeit. Hierzulande wird Reis meist im Kochtopf mit reichlich kochendem, gesalzenem Wasser aufgekocht und etwa 15 bis 20 Minuten köchelnd stehen gelassen.

Für welche Zubereitungsart du dich auch entscheidest, im ersten Schritt solltest du den Reis immer gründlich waschen. So entfernst du nicht nur eventuelle Verunreinigungen, sondern auch überschüssige Stärke. Ausserdem klebt der Reis nicht so stark zusammen und bekommt eine lockere Konsistenz. Reis für Paella, Risotto oder Milchreis sollte man dabei ausnehmen, damit der Reis hier schön zusammenklebt.

Den fertigen Reis kann man endlos kombinieren: Sehr asiatisch wird das Gericht mit Wok-Gemüse und Curry. Besonders nahrhaft wird er mit Seelachs oder Poulet und gedämpftem Gemüse. Reis passt zu fast allem, selbst zu Tomatensossen oder als Milchreis in einer Süssspeise. Probier doch mal Reissuppe zum Frühstück. Dank des Reises mit seinen Kohlenhydraten hält dieses Frühstück dich besonders lange satt. 

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