Kichererbsen: Die Herkunft des vielseitigen Gemüses

Die Kichererbse wird meist mit orientalischen Speisen in Verbindung gebracht. Tatsächlich wurde die krautige, einjährige Pflanze, die zu den Hülsenfrüchtlern gehört, ursprünglich in Kleinasien kultiviert – und das bereits in der Jungsteinzeit. Über Handelswege gelangte sie in den Mittelmeerraum, in den Vorderen Orient und sogar bis nach Indien. Die «Echte Kicher», wie sie ebenfalls genannt wird, kann bis zu einem Meter hoch werden und wächst vor allem in subtropischen Gebieten.

Foodfacts Foodfacts

Kichererbsen (gekocht, Konserve)

Gattung

Cicer

Kalorien

135 kcal pro 100 g

Nährwerte

17,7 g Kohlenhydrate, 6,2 g Nahrungsfasern, 2 g Fett, 7,4 g Protein pro 100 g

Saison

ganzjährig erhältlich

Lagerung

trocken, dunkel und kühl bei 18 bis 22 °C Raumtemperatur

Haltbarkeit

mehrere Jahre

Warum heissen die Hülsenfrüchte Kichererbsen?

Heute zählen Kichererbsen in Teilen Südamerikas, Afrikas und Asiens nach wie vor zu den wichtigen Nahrungsmitteln. Die Hauptanbaugebiete liegen in Indien, Australien und Pakistan, aber auch die Türkei oder Mexiko gehören zu den bedeutenden Produzenten. Kichererbsen, korrekter gesagt die hierzulande verkauften Kichererbsensamen, sind rund, von gelblicher Farbe und haben einen Durchmesser von etwa 10 bis 15 Millimetern. Sie sind aussen bissfest, haben im Inneren eine eher mehlige Konsistenz und schmecken angenehm mild und nussig. Ihr Name stammt übrigens von ihrer lateinischen Bezeichnung Cicer arietinum ab, hat also mit dem deutschen Wort «kichern» nichts zu tun.

Getrocknete Kichererbsen kochen: Das musst du beachten

Kichererbsen gibt es grundsätzlich in zwei Varianten: entweder vorgekocht in Gläsern bzw. Konservendosen oder getrocknet. Die erste Option bringt den Vorteil mit sich, dass du die Kichererbsen sofort weiterverarbeiten kannst. Die Zubereitung der getrockneten Kichererbsen erfordert etwas mehr Vorbereitungszeit: Hier musst du die gewünschte Menge Kichererbsen vorher in Wasser einweichen. Haben sich die getrockneten Hülsenfrüchte zwölf Stunden mit Flüssigkeit vollgesogen, beträgt die Kochzeit noch etwa zwei Stunden. Zum Kochen solltest du allerdings frisches Wasser verwenden, denn ungekochte Kichererbsen enthalten Giftstoffe, die sich beim Einweichen lösen.

Die Kichererbsen-Evergreens: Hummus und Falafel

Das wohl klassischste Kichererbsen-Rezept ist das für Hummus – eine orientalische Paste aus pürierten Kichererbsen, die mit Sesam-Mus, Zitronensaft, Olivenöl und verschiedenen Gewürzen angerührt wird. Hummus wird oft als Vorspeise serviert und passt als Dip wunderbar zu Gemüsesticks und Fladenbrot. Auch für Falafel bilden pürierte Kichererbsen die Grundlage: Du vermengst die Masse mit etwas Backpulver sowie Salz, Cayennepfeffer, Knoblauch, Kreuzkümmel, Peterli und Koriander. Anschliessend formst du kleine Bällchen und frittierst sie. Sie passen zu gebratenem Gemüse oder als Füllung in Pitabrot.

Kichererbsen – Kräftig gewürzt und vielseitig kombiniert

Selbstverständlich bereichern Kichererbsen auch im Ganzen viele deiner Gerichte. Sie eignen sich zum Beispiel als Einlage für Suppen oder Eintöpfe und machen sich gut als Zutat in Reis- oder Couscousgerichten – egal, ob mit oder ohne Fleisch, denn auch Kichererbsen selbst haben einen hohen Proteingehalt. Weil die Hülsenfrüchte einen eher dezenten Eigengeschmack haben, kannst du dich beim Würzen austoben: Besonders gut harmonieren sie mit kräftigen fernöstlichen und mediterranen Geschmacksnoten wie Chili, Curry, Kreuzkümmel, Knoblauch, Ingwer oder Nelken.

Kichererbsen als proteinreiche Sattmacher

Kichererbsen sind mit ihren Nährwerten ein wertvolles Lebensmittel, das gut zu einer ausgewogenen Ernährung passt. Sie enthalten wenig Fett, eine moderate Menge Kohlenhydrate und viel pflanzliches Protein und sind deshalb ein sättigender Energiespender, um die leeren Speicher nach körperlicher Anstrengung oder einem stressigen Tag wieder aufzufüllen. Die enthaltenen Mineralstoffe Phosphor und Kalium leisten hier ebenfalls ihren Anteil: Sie können zu einem normalen Energiestoffwechsel und einer leistungsfähigen Muskulatur beitragen.

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