Wissenswertes über den Weizen

Seit mehr als 10’000 Jahren wird Weizen als Getreide angebaut. Durch Kreuzungen und Neuzüchtungen sind immer neue Weizensorten entstanden. Heute sind über 1’000 verschiedene Arten bekannt, wobei man vor allem zwischen Sommer- und Winterweizen unterscheidet. Ersterer wird im Frühling, Letzterer im Herbst ausgesät; beide Sorten werden aber im Sommer geerntet.

In den letzten Jahren geriet der Weizen und seine Inhaltsstoffe immer wieder in Verruf. So wird er manchmal als Grund für übermässige Gewichtszunahme und für Darmprobleme angesehen. Besonders das im Weizenmehl enthaltene Klebeeiweiss Gluten machen viele für Bauchschmerzen verantwortlich. Richtig ist, dass manche Menschen wirklich unter einer Glutenunverträglichkeit oder Weizensensitivität leiden. Allerdings ist der Anteil der Betroffenen in der Gesamtbevölkerung recht gering.

Food Facts Food Facts

Weizen

Gattung

Süssgräser

Kalorien

325 kcal pro 100 g

Nährwerte

59,6 g Kohlenhydrate, 13,3 g Nahrungsfasern, 1,8 g Fett, 10,9 g Protein pro 100 g

Saison

ganzjährig erhältlich

Lagerung

trocken, dunkel und luftdicht

Haltbarkeit

bei richtiger Lagerung mehrere Jahre

Herkunft und Eigenschaften des Weizens

Weizen kommt ursprünglich aus dem «Fruchtbaren Halbmond», einem Gebiet, das sich über den heutigen Libanon sowie das anatolische und iranische Bergland erstreckt. Als älteste Weizenart gilt Kamut, der auch heute noch zu den angebauten Weizenarten gehört. Auch Dinkel und Emmer gehören zu den Weizengräsern.

Weizen zeichnet sich nicht nur durch einen milden Geschmack, sondern auch durch eine gewisse Klebrigkeit aus, die er dem in ihm enthaltenen Gluten verdankt. Man unterscheidet zwischen Hart- und Weichweizen, wobei Hartweizen besonders viele Klebestoffe enthält und sich deshalb gut für die Herstellung von Teigwaren wie Nudeln eignet. Weichweizen hingegen ist für Backwaren wie Brot und Brötli ideal.

Woran du nährstoffreiches Mehl erkennst und was sich aus Weizen alles machen lässt

Bei Weizenmehl verrät der Vermahlungsgrad etwas über den Nährstoffgehalt des Mehls. Je höher die Zahl, desto höher der Mineralgehalt des Mehls. Das ganz feine weisse Mehl mit der Typen-Bezeichnung 405 hat dabei am wenigsten Nährstoffe, eignet sich aber besonders gut für die Herstellung feiner Backwaren wie Kekse und Kuchen. Wenn du im Gegensatz dazu zu einem Mehl aus Bioweizen mit einem hohen Mahlgrad (bis zur Typ-Bezeichnung 1700) greifst, kannst du sicher sein, dass die äussere Schale und der Keim des Weizenkorns mitgemahlen wurden. Sie sind besonders reich an wertvollen Mineralien.

Auch Weizen ist also gesund, solange man zu den richtigen Produkten greift. Ein Vollkornbrot ist reich an B-Vitaminen und Vitamin E und macht dank komplexer Kohlenhydrate auch lange satt. Ebenfalls gesund und eine Abwechslung zum Brot sind Weizenflocken, die sich wie Haferflocken als Zutat im Müesli eignen oder zu einem Getreidebrei verarbeiten lassen. Natürlich kann man auch Getreide kaufen, es selbst mahlen und dann zu Brot verbacken. Weizen lässt sich gut lagern und hält sich dann mehrere Jahre. Du solltest aber darauf achten, dass er immer trocken und luftdicht lagert, damit keine Feuchtigkeit oder keine Lebensmittelmotten an ihn gelangen können.

Ebenfalls aus Weizen hergestellt werden Bulgur und Couscous, die oft in orientalischen Salaten zu finden sind. Sie eignen sich auch wunderbar für Aufläufe und zum Füllen von Gemüse. Besonders reich an Inhaltsstoffen sind auch Weizenkeime, die du Brot und Brötli beim Backen beifügen oder in Müesli, Salat oder sogar einem Shake als Zutat verwenden kannst. Ausserdem ist Weizen ein wichtiger Bestandteil vieler Biere. Massvoll verzehrt, ist Weizenbier eine gute Vitamin-B-Quelle.

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