Die Baumnuss: Ursprung und Nährwerte

Für Walnüsse gibt es regional unterschiedliche Bezeichnungen: Während die Österreicher sie Welschnuss nennen, ist hier in der Schweiz der Begriff Baumnuss geläufig. Dieser Name ist der Tatsache geschuldet, dass die Walnüsse nicht wie viele andere Nüsse an Sträuchern, sondern auf Bäumen wachsen. Der Walnussbaum zählt zur Ordnung der Buchenartigen und kann je nach Standort 15 bis 30 Meter Höhe erreichen. Er soll nach der Eiszeit zunächst in Syrien und Anatolien aufgetreten sein. Der sommergrüne Laubbaum blüht etwa von April bis Juni, die Ernte der Früchte erfolgt in unseren Breiten im September und Oktober.

Foodfacts Foodfacts

Walnüsse

Gattung

Walnüsse (Juglans)

Kalorien

745 kcal pro 100 g

Nährwerte

7 g Kohlenhydrate, 6,7 g Nahrungsfasern, 70,8 g Fett, 15,9 g Protein pro 100 g

Saison

Mitte September bis Ende Oktober, als Importware ganzjährig erhältlich

Lagerung trocken und dunkel bei 10 bis 17 °C Raumtemperatur

Haltbarkeit

mehrere Monate

Die meisten Walnüsse kommen aus Kalifornien

Walnussbäume sind heutzutage weit verbreitet, besonders grosse Bestände findet man in den Nussbaumwäldern Kirgisistans und in Nordamerika, insbesondere in Kalifornien. Der US-Bundesstaat gehört zu den weltweit grössten Produzenten und Exporteuren von Baumnüssen. Die Exemplare, die du hier in der Schweiz in den Regalen findest, stammen aber überwiegend aus heimischem Anbau oder aus Frankreich. Baumnüsse wurden von Botanikern lange Zeit für Steinfrüchte gehalten: Tatsächlich zählen sie zu den sogenannten Nussfrüchten. Reife Walnüsse fallen übrigens von alleine vom Baum und sollten dann möglichst schnell aufgelesen und getrocknet werden, damit sie nicht schimmeln.

So lagerst du Baumnüsse richtig

Baumnüsse solltest du – wenn möglich – immer mitsamt der Schale lagern. Erstens sind sie so deutlich länger haltbar und zweitens geht das Aroma auf diese Weise nicht so schnell verloren. Ideale Bedingungen für Walnüsse herrschen für gewöhnlich im Keller – sofern dieser nicht zu feucht ist. Bereits geschälte oder gehackte Nüsse halten sich jedoch nur rund vier Wochen.

Der Schütteltest

In einer luftdichten Verpackung kannst du sie sogar im Kühlschrank oder im Tiefkühler aufbewahren. So verlängerst du die Haltbarkeit der Baumnüsse um bis zu ein Jahr. Verdorbene Exemplare erkennst du übrigens entweder an ihrer verschrumpelten, schwarzen Schale oder mittels dieses Tests: Klappert die Nuss im Inneren der Schale, ist der Kern wahrscheinlich bereits vertrocknet.

Baumnüsse – Ein aromatischer Begleiter zu Süssem und Herzhaftem

Die beste Methode, Baumnüsse vor dem Verderben zu bewahren, ist aber eindeutig, sie aufzuessen. Schliesslich schmecken sie nicht nur pur, sondern im Brot, im Müesli, in Kuchen und Guetzli, aber auch in herzhaften Gerichten, zum Beispiel als Nusskruste für Fleisch oder als Walnuss-Pesto zu Nudeln. Das kannst du unkompliziert selbst zubereiten: Als Basis eignet sich Walnussöl, dazu gibst du eine Handvoll Baumnüsse und Kräuter deiner Wahl, beispielsweise einen halben Bund Peterli. Für den Geschmack sorgen zwei Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer und etwas Hartkäse wie Pecorino oder Parmesan. Du kannst Baumnüsse auch rösten – ohne Öl, in einer beschichteten Pfanne – und als schmackhaftes Topping über einen Salat streuen.

Walnüsse knacken – So gehts

Um an den schmackhaften Kern zu gelangen, brichst du die Schale der Baumnuss normalerweise mithilfe eines Nussknackers auf. Falls du gerade keinen Nussknacker zur Hand hast oder verhindern möchtest, dass Schale und Kern in zig Einzelteile zerbrechen, gibt es noch eine elegantere Methode. Walnüsse haben für gewöhnlich ein spitzes, hartes sowie ein stumpfes, weiches Ende. Wenn du an der weichen Seite etwa eine Nagelfeile oder ein Messer ansetzt, lässt sich die Schale mit ein wenig Ruckeln ganz einfach aufhebeln und in zwei Hälften teilen.

Baumnüsse: Gesundes Futter für Herz und Hirn

Baumnüsse bestehen zu fast 65 Prozent aus Fett – das heisst aber nicht zwangsläufig, dass sie auch ungesunde Dickmacher sind. 30 Gramm der Nüsse liefern zwar immerhin 200 Kalorien, enthalten aber wertvolle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, und das in einem optimalen Verhältnis. Diese ungesättigten Fette kann unser Körper einzig und allein aus der Nahrung beziehen – sie können zum Beispiel dazu beitragen, den Cholesterinspiegel niedrig zu halten.

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