Dämpfen und Dünsten – Was ist der Unterschied?

Dämpfen und Dünsten sind zwei schonende Garmethoden. Der grundlegende Unterschied ist, dass die Lebensmittel beim Dämpfen nicht direkt mit Wasser in Berührung kommen. Beim Dünsten liegt zum Beispiel das Gemüse in wenig Wasser, oder es gart im eigenen Saft. Der Vorteil von Dämpfen im Unterschied zu Kochen ist, dass kaum Inhaltsstoffe verloren gehen und Geschmack sowie Farbe intensiver bleiben. Deswegen benötigst du auch weniger Gewürze. In Asien ist diese Zubereitungsmethode seit Jahrhunderten weit verbreitet.

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Gerade bei den ersten Dämpf-Versuchen ist das Verlangen gross, zwischendurch den Deckel anzuheben und die Konsistenz des Garguts zu prüfen. Das solltest du jedoch nicht tun. Denn wenn du den Deckel anhebst, entweicht der zum Dampfgaren notwendige Wasserdampf, und die Temperatur sinkt. Probiere also erst, wenn der Garzeitpunkt tatsächlich erreicht ist.

Wie dämpft man richtig?

Beim Dämpfen ist es entscheidend, dass die Lebensmittel nicht direkt mit dem Wasser in Berührung kommen, sondern nur von Wasserdampf umgeben sind. Du solltest immer nur so viel Wasser in den Topf füllen, dass es auch kochend nicht an das Gargut heranreicht, es sollte aber auch nicht zu schnell verdampfen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Temperatur nach dem ersten Aufkochen etwas herunterzuregeln.

Die Garzeit variiert je nach Art und Grösse der Lebensmittel. Kartoffeln benötigen beispielsweise etwa 30 Minuten, Rüebli oder Brokkoli 10 bis 15 Minuten. Ein mittelgrosses Stück Pouletbrust ist bereits nach 6 bis 10 Minuten durchgegart. Wenn du Fisch, Fleisch und Gemüse zusammen dämpfen möchtest, legst du sie einfach zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den Topf. Um mit dem Dampf Geschmack an das Gargut zu bringen, kannst du dem Wasser Salz sowie Gewürze und Kräuter hinzufügen. Auch Gemüsebrühe oder Wein verleihen Aroma – und den Sud kannst du später als Saucengrundlage nutzen.

Was braucht man zum Dämpfen?

Spezielle Geräte sind zum Dampfgaren nicht notwendig. Dämpfen kannst du im Topf – mithilfe eines einfachen Edelstahleinsatzes. Wichtig ist ein gut abschliessender Deckel. Dämpfen funktioniert auch im Bambuskorb: Stell ihn einfach in oder auf einen Topf, eine Pfanne oder einen Wok, sodass der Wasserdampf eindringen kann. Ein spezieller Dampfgarer lohnt sich, wenn du oft und grössere Mengen dampfgaren möchtest.

Dämpfen in der Mikrowelle ist ebenfalls möglich. Beste Ergebnisse erzielst du mit speziellen Mikrowellen-Dampfgarern. In diesen Plastikbehältern mit Siebeinsatz und verschliessbarem Deckel gart alles schnell durch. Auch Schnellkochtöpfe funktionieren mit Wasserdampf. Der hohe Druck und die damit verbundene höhere Temperatur sorgen dafür, dass Lebensmittel in ihnen noch schneller garen.

Was kann man dämpfen?

Ideal zum Dämpfen geeignet ist Gemüse – denn dabei bleiben mehr Vitamine und Nährstoffe erhalten als bei anderen Garmethoden. Fisch gelingt in Wasserdampf ebenfalls sehr gut, denn er verkocht nicht und trocknet nicht aus. Auch wenn viele zögern, Fleisch zu dämpfen, solltest du es ausprobieren. Denn auch Fleisch bereitest du so schonender zu. Die fehlenden Röstaromen kannst du mit Gewürzen und Marinaden wettmachen. Um nicht komplett auf die Röstaromen verzichten zu müssen, kannst du das Fleisch aber vor dem Dämpfen auch kurz anbraten.

Auch Reis lässt sich im Dampfgarer zubereiten, allerdings würde er durch den Siebeinsatz des Topfes fallen. Zum Dämpfen von Reis sind deshalb Behältnisse wie Bambuskörbe besser geeignet, da sie eine glatte Auflagefläche haben. Schneide Backpapier passend zu und leg den Reis zum Dämpfen einfach darauf.

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