Kartoffeln: Alles andere als langweilig

Kaum einer würde die Kartoffel als sein Lieblingsgemüse bezeichnen. Dabei ist sie so vielfältig wie kaum ein anderes Lebensmittel: Sie ist weit mehr als eine blosse Beilage, sondern eine wichtige Zutat für unzählige köstliche Gerichte. Ausserdem stecken viele wertvolle Nährstoffe in ihr – unter anderem Kalium, Vitamin C und essenzielle Aminosäuren. Wer auf eine fettarme Ernährung achtet, für den sind Kartoffeln sogar echte Schlankmacher – sie bestehen nämlich zu 78 Prozent aus Wasser. Hochwertige Kohlenhydrate in Form von Stärke und Proteinen machen sie zu einem guten Energielieferanten. 

 

Food Facts Food Facts

Kartoffeln (roh)

Gattung

Nachtschattengewächse

Kalorien

78 pro 100 g

Nährwerte

15,9 g Kohlenhydrate, 1,4 g Nahrungsfasern, 0,3 g Fett, 2 g Protein pro 100 g

Saison

je nach Sorte von Juni (Frühkartoffeln) bis Oktober

Lagerung

trocken, kühl, dunkel, gut belüftet bei ca. 4–6 °C 

Haltbarkeit

mehrere Monate

Kartoffeln lagern und kochen

Kartoffeln sind recht anspruchslos, was die Lagerung angeht. Beherzigst du folgende Tipps, hältst du sie mehrere Monate haltbar: Wichtig ist zuerst, einen möglichst dunklen und trockenen, aber gut belüfteten Ort für die Aufbewahrung zu wählen. Das kann die Speisekammer sein oder – noch besser – der Keller. Licht lässt die Knollen schnell keimen, was sie ungeniessbar macht. Auch sollten Kartoffeln niemals in Plastiktüten gelagert werden. Besser sind Kartoffelkisten aus Holz. Achtung: Hat eine Kartoffel grüne Stellen, solltest du sie direkt entsorgen. Die grüne Färbung zeigt an, dass sie giftiges Solanin gebildet hat.

Über 5’000 Kartoffelsorten gibt es weltweit. Neben den zum Verzehr geeigneten Speisekartoffeln gibt es auch Sorten, die vornehmlich als Futtermittel oder für die industrielle Nutzung angebaut werden. Die Kartoffeln, die in unseren Küchen zu finden sind, werden nach ihren Kocheigenschaften unterschieden: festkochend, vorwiegend festkochend und mehligkochend. Festkochende Kartoffeln eignen sich gut für Salate und Bratkartoffeln, vorwiegend festkochende für Salzkartoffeln und Gschwellti, mehlige Sorten sind ideal für Kartoffelstock und Knödel.

Gekochte Kartoffeln sind eine beliebte Beilage. Du kannst sie mit oder ohne Schale kochen. Lässt du die Schale dran, behält die Kartoffel mehr von ihren wertvollen Inhaltsstoffen. Auch der Geschmack ist bei Gschwellti intensiver als bei geschälten Kartoffeln. Setze die Kartoffeln in kaltem, gut gesalzenem Wasser auf, gerade so viel, dass sie leicht bedeckt sind. Wenn die Kartoffeln kochen, die Temperatur reduzieren und leise weitere 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Lässt sich die Knolle leicht mit der Gabel einstechen, ist sie gar.

Beliebte Kartoffelgerichte

Deftige Bratkartoffeln als Beilage oder Hauptgericht zählen zu den beliebtesten Kartoffelgerichten. Gerne werden sie mit Speck und Zwiebeln verfeinert, aber auch die vegetarische Variante, zum Beispiel mit Rosmarin oder Majoran, hat viele Fans. Bratkartoffeln gehen auch fett- und somit kalorienarm, nämlich dank Backofen. Im Sommer darf ein Kartoffelsalat beim Grillfest nicht fehlen: zum Beispiel klassisch mit Essig, gehaltvoll mit Mayonnaise oder exotisch mit Kreuzkümmel und Koriander. Rosmarin-Kartoffeln aus dem Ofen sind eine tolle Beilage zu Fisch und Fleisch. Kumpir ist ein aus dem Balkan stammendes Ofenkartoffelgericht mit Käse und buntem Gemüse. In der Türkei auch als Fast Food sehr beliebt, ist es eine Alternative zum Döner.

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