Warum Rosenkohl auch Brüsseler Kohl heisst

Schon rein äusserlich ist Rosenkohl eine hübsche Sache: Die kleinen Kohlköpfe leuchten in sattem Grün und erinnern mit ihrem Strunk und den Blättern an Kohlköpfe in Miniaturform. Den Beinamen „Brüsseler Kohl“ verdankt der Rosenkohl der Tatsache, dass er im 16. Jahrhundert zum ersten Mal auf dem Gebiet des heutigen Belgien angebaut wurde. Richtig populär wurde das Gemüse aber erst im 19. Jahrhundert. Seit damals wird Rosenkohl in den Wintermonaten sowohl in ganz Europa als auch in den Vereinigten Staaten gern verzehrt.

Food Facts Food Facts

Rosenkohl

Gattung Kohl (Brassica)
Kalorien 43 kcal pro 100 g
Nährwerte 3,5 g Kohlenhydrate, 4,3 g Nahrungsfasern, 0,5 g Fett, 4,0 g Protein pro 100 g
Saison September–Februar
Lagerung im Kühlschrank oder bei 10–12 °C im Keller
Haltbarkeit bis zu 5 Tage

Rosenkohl: Wie du ihn lagerst und haltbar machst

Rosenkohl ist eine zweijährige Pflanze – sie bildet einen 50 bis 70 Zentimeter langen Stängel, an dem die kleinen Köpfe wachsen. Er mag Sonne, sandige Lehmböden und gedeiht neben Kartoffeln, Salat oder Randen besonders gut. Die Erntezeit beginnt ab September. Rosenkohl ist nicht allzu lange haltbar und sollte daher immer recht zügig verbraucht werden. Achte zudem darauf, ihn nicht neben Obstsorten zu lagern, die viel Ethylen verströmen könnten – dazu gehören beispielsweise Äpfel. Dieses farb- und geruchlose Gas sorgt sonst nämlich dafür, dass der Rosenkohl schneller verdirbt.

Frischen Rosenkohl erkennst du an seiner tiefgrünen Farbe, zudem ist er druckfest und noch fest geschlossen. Ist der Rosenkohl bereits leicht gelb und die Köpfe sind leicht geöffnet, solltest du sie schnell verarbeiten und die welken Blätter grosszügig entfernen. Falls du eine zu grosse Menge der Minikohlköpfe gekauft hast, kannst du sie auch problemlos im Tiefkühler aufbewahren. Dazu putzt du das Gemüse, blanchierst es zwei bis vier Minuten in Salzwasser und gibst es nach dem Abkühlen in Dosen und Gefrierbeuteln ins Eisfach. So bleibt der Rosenkohl bis zu einem Jahr lang frisch.

Rosenkohl kochen – hilfreiche Tipps und Tricks

Rosenkohl ist in der Zubereitung recht unkompliziert, es gibt aber einige wenige Dinge, die du beachten solltest. Willst du Rosenkohl kochen, entferne zunächst die welken äusseren Blätter und schneide den vertrockneten Strunk etwas zurück. Anschliessend spülst du die kleinen Kohlköpfe unter fliessendem Wasser ab und lässt sie abtropfen. Damit sie schneller und gleichmässiger garen, empfiehlt es sich zudem, die Strünke kreuzförmig einzuritzen.

Nun kannst du Rosenkohl kochen – nach 5 bis 7 Minuten in köchelnder Bouillon oder Salzwasser sollten die Kohlköpfe weich, aber bissfest sein. Bei schonenderen Zubereitungsarten wie Dämpfen kann das bis zu 10 Minuten dauern. Eine tolle Variante für zusätzliche Röstaromen besteht übrigens darin, den Rosenkohl in Öl und Gewürzen zu marinieren und etwa 20 Minuten im Ofen zu backen.

Rosenkohl-Rezepte: Mehr als nur deftig

Rosenkohl lässt sich auf viele Arten zubereiten: Kombiniert mit kräftigem Speck, Zwiebelwürfeln und einem zerlaufenden Stück Butter reichst du ihn als deftige Beilage zu Kartoffeln und Braten. Aber auch ungewöhnlichere Kombinationen sind denkbar: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Rosenkohl-Salat mit Granatapfelkernen und Birne? Oder du kombinierst Rosenkohl mit Pasta und verpasst ihm eine feine Sahnesauce als Grundlage oder eine würzige Käsehaube als Topping.

Wie viele andere Kohlsorten entfaltet auch Rosenkohl beim Garen einen eigentümlichen Geruch, den viele als streng empfinden. Gibst du etwas Zucker ins Kochwasser, kannst du dieses Aroma jedoch abschwächen. Wie Federkohl, Rotkabis und Co. hat auch Rosenkohl blähende Eigenschaften. Kombinierst du ihn mit Gewürzen wie Kümmel oder Anis, wird er bekömmlicher.

Rosenkohl als winterlicher Nährstofflieferant

Übrigens hat Rosenkohl mehr Kalorien als seine engen Verwandten, liefert aber auch eine ganze Menge an wertvollen Nährstoffen. Besonders seine geringe Zahl an Kohlenhydraten und sein für Gemüse recht hoher Proteingehalt sind erwähnenswert. Er enthält des Weiteren eine beträchtliche Menge Vitamin C, das für ein funktionierendes Immunsystem wichtig ist. Auch Kalium ist reichlich enthalten: Dieser Mineralstoff kann zu einem gesunden Nervensystem beitragen.

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