Wissenswertes über den Federkohl

Die schnellwüchsige Blattkohlart ist ein robustes Wintergemüse und kann Temperaturen bis zu -15 Grad überstehen. Geerntet wird sie traditionell nach dem ersten Frost. Federkohl braucht die Kälte, um Bitterstoffe zu verlieren und den typischen, süss-würzigen Geschmack auszubilden. Oft wird er zu deftigen Wintergerichten verarbeitet, die viel Wurst und Kartoffeln beinhalten. Doch spätestens seit der Hype um Kale, wie Federkohl im Englischen heisst, aus den USA nach Europa geschwappt ist, findet man ihn immer öfter in Salaten, Smoothies und sogar als Kale-Chips.

 

Food Facts Food Facts

Zutat

Gattung

Kreuzblütengewächse

Kalorien

44 kcal pro 100 g

Nährwerte

5,54 g Kohlenhydrate, 4,2 g Nahrungsfasern, 0,9 g Fett, 4,3 g Protein pro 100 g

Saison

November­ bis März

Lagerung

im Gemüsefach des Kühlschranks

Haltbarkeit

bis zu 5 Tage

Geschichte des Federkohls und einige Einkauftipps

Bereits im antiken Rom verzehrte man einen Vorläufer des Federkohls: den Sabellinischen Kohl. Angeblich war die Pflanze so beliebt, dass ihr Anbau als Garant für Reichtum galt. Die grössten Anbaugebiete des modernen Federkohls befinden sich heute in Nord- und Westeuropa. Je nach Züchtung weist die Pflanze eine tiefgrüne bis grün-bräunliche Farbe auf. Mit seinen gekräuselten Blättern erinnert Federkohl ein wenig an eine winzige Palme, weshalb das Gemüse auch scherzhaft «Palme aus dem Norden» genannt wird.

Federkohl ist kalorienarm, reich an Vitamin K, C und B6 sowie an Folsäure, und er enthält unter anderem Calcium und positive sekundäre Pflanzenstoffe. Du solltest also ruhig öfter zugreifen, wenn du ihn auf dem Markt oder im Supermarkt entdeckst. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Federkohl keine trockenen Blattspitzen hat, sondern insgesamt knackig ist und eine satte Farbe hat. Zur Zubereitung von feinen Salaten oder Smoothies wird am besten frischer Federkohl verwendet. Für traditionelle Gerichte kann auch zu tiefgefrorenem Federkohl gegriffen werden.

 

Federkohl: Variantenreiche Zubereitung

Dass er so selten auf den Tisch kommt, liegt vielleicht daran, dass viele gar nicht wissen, wie sie Federkohl kochen sollen. Das Gemüse kann auf unterschiedlichste Art und Weise zubereitet werden. Traditionell wird es geschmort und zur Verfeinerung von deftigen Gerichten oder in Eintöpfen verwendet.

Das Putzen und Rüsten des Federkohls kann eine recht mühsame Angelegenheit sein: Zunächst muss er nämlich gründlich mit viel kaltem Wasser gewaschen werden, um den Sand aus den gekräuselten Blättern zu lösen. Anschliessend müssen die Strünke entfernt werden. Das alles am besten gleich für mehrere Kilo des Gemüses, da Federkohl beim Kochen stark zusammenfällt. Schneller geht es, wenn du gefrorenen Federkohl kaufst, der bereits geputzt und geschnitten ist. Diesen brauchst du lediglich noch mit Zwiebeln und Rapsöl zu verfeinern.

Einfacher und nährstoffschonender ist es, den Federkohl nur zu blanchieren. Gebackene Kartoffeln und ein Dressing deiner Wahl verwandeln ihn in einen lauwarmen Grünkohlsalat. Wenn du den Federkohl mit etwas Ingwer, Schalotten, Kokosraspeln und Currypaste in geklärter Butter dünstest, erhältst du ein sehr exotisches Federkohlgericht. Dazu schmecken am besten Reis und Tofu.

Wer grüne Smoothies mag, der kann Federkohl auch wie Spinat roh in ein Obstmixgetränk geben. Ein Blatt ohne Strunk mit einer Orange und einer Mango püriert ist ein gutes Einsteigerrezept, das nicht zu herb schmeckt. Sehr schmackhaft sind Chips aus Federkohl, die man ganz einfach selbst herstellen kann. Geputzte Federkohlblätter mit Zitronensaft beträufeln und bei 180 Grad so lange im Backofen backen, bis sie knusprig sind. Die Chips haben deutlich weniger Fett als Pommes Chips, aber schmecken als Knabberei zu einem spannenden Film mindestens genauso gut.

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