Rotkabis: Rot oder blau, sauer oder alkalisch

Rotkohl hat viele Namen. Ob Rotkraut, Blaukraut oder Rotkabis: Sie alle bezeichnen den Kohl mit der kräftigen Farbe und dem milden Geschmack. Denn Rotkabis schmeckt nicht ganz so intensiv nach Kohl wie Weisskabis und Federkohl. Zudem verfügt Rotkraut über eine leicht süssliche Note. Die Färbung des Rotkohls schwankt übrigens je nach dem pH-Wert des Bodens, dem er entstammt. Bei Werten im sauren Bereich ist die Farbe eher Rot. Bei alkalischen Böden tendiert sie hingegen zu Blau. So erklären sich auch die unterschiedlichen Farb-Bezeichnungen in den Namen.

Food Facts Food Facts

Rotkabis

Gattung Kohl
Kalorien 30 kcal pro 100 g
Nährwerte 4,0 g Kohlenhydrate, 3,0 g Nahrungsfasern, 0,3 g Fett, 1,4 g Protein pro 100 g
Saison ganzjährig, Hauptsaison September–Dezember
Lagerung im Gemüsefach des Kühlschranks
Haltbarkeit bis zu 3 Wochen

Rotkohl: Herkunft und Kauftipps

Rotkohl hat seine Heimat am Mittelmeer und der europäischen Atlantikküste. Dort wächst der Wildkohl, von dem die Kulturkohl-Sorten abstammen. Heute sind die grössten Anbaugebiete in Deutschland, Frankreich, Polen, Österreich und den Niederlanden zu finden. Dort wird etwa von Mai bis November Rotkraut geerntet. Da er recht lange eingelagert werden kann, ist er eigentlich das ganze Jahr lang verfügbar.

Achte beim Kauf darauf, dass der Kohlkopf fest und geschlossen ist. Ausserdem sollten die Blätter keine Flecken aufweisen oder welk sein. Zudem gibt die Schnittfläche am Strunk Auskunft über die Frische. Ist sie sehr trocken und bereits grau verfärbt, greife lieber nicht zu. Im Kühlschrank solltest du Rotkabis nicht viel länger als 3 Wochen aufbewahren. Sobald er angeschnitten ist, wickelst du ihn mit Frischhaltefolie ein, damit die Schnittfläche nicht so schnell austrocknet. 

Rotkraut: Tipps zur Zubereitung

Wer Rotkohl sowieso kochen und nicht roh verzehren möchte, greift gerne zu Konserven oder Tiefkühlkost. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn es mal schnell gehen soll. Frisch zubereiteter Rotkabis enthält jedoch noch mehr Nährstoffe. Rotkohl zu schneiden ist ausserdem keineswegs schwer oder besonders zeitintensiv: Am besten viertelst du zunächst den Kohlkopf und entfernst dann den Strunk. Nun musst du den Kohl lediglich in dünne Scheiben schneiden. Noch schneller geht das mit einem Hobel. Damit erhältst du auch noch feinere Ergebnisse: gut für einen Rohkost-Salat aus Rotkabis.

Die dunklen Verfärbungen an den Händen nach der Zubereitung von Rotkohl kannst du übrigens ganz leicht mit etwas Zitronensaft entfernen. Oder du ziehst Gummi-Einweghandschuhe an, bevor du loslegst.

Wenn du Rotkraut schmorst, kochst oder dünstest, kannst du es noch mit vielen Zutaten und Gewürzen abschmecken. Mit den folgenden Zutaten lässt sich Rotkabis – neben Salz, Pfeffer und Zucker – verfeinern:

  • Zwiebeln
  • Äpfel
  • Muskatnuss
  • Zimt
  • Gewürznelken
  • Johannisbeergelee
  • Essig
  • Wacholderbeeren

Darüber hinaus kannst du noch weitere Gewürze ausprobieren oder Zutaten untermischen, beispielsweise Nüsse, Schmalz, Speck oder Pflaumen – je nachdem, ob du lieber die herzhafte oder süsse Seite des Rotkohls betonen möchtest. Und droht das Gemüse auszutrocknen, verleihen Rotwein oder Apfelsaft nicht nur Feuchtigkeit, sondern zusätzliches Aroma.

Rotkohl: Arm an Kalorien, reich an Vitamin

Wenn du Rotkohl roh geniesst, profitierst du besonders von den vielen Inhaltsstoffen. Dazu zählen neben einer grossen Ladung an Vitamin C und K auch viele Antioxidantien. Zusätzlich liefert Rotkabis Magnesium, Kalium und Eisen. Und das Beste: Da Rotkohl nur sehr wenige Kalorien hat, kannst du guten Gewissens eine Extraportion davon zu dir nehmen.

Passende Rezepte

Passende How-tos

Passende Beiträge

Bitte einloggen

Jetzt einfach und bequem mit Ihrer Supercard ID bei FOOBY einloggen und alle Funktionen und Vorteile nutzen.

Kochbücher auswählen:

Dieses Kochbuch existiert bereits.

Inhalt ganz entfernen?

Möchtest du diesen Inhalt wirklich aus all deinen Kochbüchern entfernen?

Erfolgreich gespeichert!