Glasieren – Das Auge isst mit

Das Glasieren zählt zu den sogenannten Nachbereitungsverfahren für Speisen. Es ist also nicht Teil des eigentlichen Zubereitungsprozesses, sondern dient dem glänzenden Feinschliff – sowohl in Sachen Aroma als auch hinsichtlich der Präsentation. Ebenso gebräuchlich ist im Deutschen übrigens das Verb glacieren, das dem französischen Ursprung des Wortes Rechnung trägt: «glacer» bedeutet so viel wie «mit Hochglanz versehen».

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Du möchtest deinen Kuchen mit Zuckerguss glasieren, hast aber immer das Problem, dass der fest gewordene Guss beim Schneiden unschön bricht? Die Lösung: Gib ein bisschen geschmolzenen Butter in die Kuchenglasur. So wird sie besonders geschmeidig und glänzend, und sie behält auch bei Kontakt mit dem Messer ihre Form.

Verschiedene Kuchenglasuren: Feintuning für dein Gebäck

Glasieren ist den meisten vor allem in Zusammenhang mit Gebäck ein Begriff: Egal, ob Kuchen, Donut oder Muffin – erst mit einer süssen Kuchenglasur entfalten diese köstlichen Backwaren ihren vollen Geschmack. Darüber hinaus ist sie die ideale Basis für weitere Verzierungen, etwa mit Zuckerstreuseln. Die gängigste Variante ist wohl die Zuckerglasur. Sie wird aus Puderzucker und Wasser hergestellt. Erwärmen ist nicht nötig – du rührst einfach so lange, bis eine glatte, zähflüssige Masse entsteht.

Ist sie zu dünn, zieht sie sofort in das Gebäck ein und ist kaum sichtbar. Ist sie zu dick, lässt sie sich schlecht verstreichen und trocknet kaum. Für mehr Geschmack kannst du auch beispielsweise Zitronensaft, Kaffee oder Rum anstelle von Wasser verwenden. Auf 100 Gramm Puderzucker kommt etwa ein Esslöffel Flüssigkeit. Weisser Guss ist dir zu langweilig? Du kannst die Zuckerglasur selbstverständlich auch einfärben – entweder mit Lebensmittelfarbe oder mit natürlichen Färbemitteln wie Spinat, Rüebli oder Randen.

Schokoladenglasur, einfach selbst gemacht

Bei leidenschaftlichen Bäckern steht Schokoladenglasur ebenfalls hoch im Kurs. Sie passt natürlich vor allem zu Gebäck mit Schoggi, dem sie geschmacklich die Krone aufsetzt. Schokoladenglasur gibt es in diversen Varianten im Supermarkt zu kaufen, die meisten lassen sich bequem in der Mikrowelle erwärmen. Achte allerdings darauf, dass du sie nicht zu stark erhitzt – die Schokolade fängt sonst womöglich an zu kochen und die Kunststoffverpackung könnte Schaden nehmen.

Auch Schokoladenglasur kannst du übrigens selbst herstellen: Nur Schokolade zu schmelzen reicht allerdings in der Regel nicht aus, denn du benötigst noch eine Komponente, die die Glasur geschmeidig macht. Du kannst zum Beispiel 150 Gramm Schoggi deiner Wahl mit 100 Gramm Butter oder Kokosöl vorsichtig im Wasserbad schmelzen. Damit nichts anbrennt, solltest du die Mischung regelmässig umrühren. Alternativ kannst du 200 Gramm grob gehackte Kuvertüre oder Schokolade in 200 Milliliter kochendem Rahm auflösen und deinen Kuchen damit glasieren. 

Früchte, Gemüse oder Fleisch ganz einfach glasieren

Früchte zu glasieren ist eine beliebte Methode, um beim Anrichten alles aus dem Dessert herauszuholen. Hierfür stellst du aus Zucker und Wasser eine Zuckerlösung her, die du in einem Topf kurz aufkochst. Haben sich beide Komponenten gut miteinander verbunden, kannst du Erdbeeren, Trauben oder Kirschen eintauchen – am besten auf einen Zahnstocher gespiesst, damit du dir nicht die Finger verbrennst.

Eine Glasur gibt es nicht nur für Süsses – auch herzhaften Speisen verleihst du damit einen appetitlichen Glanz. Besonders gut eignen sich dafür stärkehaltige Gemüsesorten wie Rüebli, Erbsen, Schalotten oder Kohlrabi. Du dünstest das Gemüse dafür am besten in Butter an und gibst einen Esslöffel Zucker hinzu. Anschliessend löschst du das Gemüse mit Wein oder Bouillon ab – die richtige Menge Flüssigkeit bedeckt den Inhalt des Topfes nur knapp.

Nun garst du das Gemüse bei geschlossenem Topf fast fertig, dann nimmst du den Deckel ab und lässt die Flüssigkeit unter gelegentlichem Rühren einkochen. Auch Fleisch wie Poulet oder Kalb kannst du auf diese Weise glasieren – übergiess es dafür regelmässig mit der köchelnden Flüssigkeit. Das gelingt übrigens auch mithilfe eines Bräters im Backofen.

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