Kohlrabi aus botanischer Sicht

Kohlrabi wird hier in der Schweiz oft auch Rübkohl genannt, und schon der Name deutet es an: Das knollenförmige Gemüse ist eine gezüchtete Kreuzung aus weisser Rübe und wildem Kohl. Geschmacklich erinnert Kohlrabi eher an das milde Aroma einer Rübe, allerdings wächst er oberirdisch wie ein Kohl, zu dem er botanisch auch gehört. Allerdings entsteht er nicht aus Blüten oder Blättern, sondern aus der verdickten Sprossachse der zweijährigen Pflanze. 

Foodfacts Foodfacts

Kohlrabi

Gattung

Kohl (Brassica)

Kalorien

30 kcal pro 100 g

Nährwerte

4,1 g Kohlenhydrate, 1,6 g Nahrungsfasern, 0,2 g Fett, 2,1 g Protein pro 100 g

Saison

Mai bis Oktober

Lagerung

bei 0 bis 2 °C im Kühlschrank

Haltbarkeit

bis zu 1 Woche

Der Kohlrabi: Herkunft, Anbau und Eigenschaften

Die Herkunft des Kohlrabis ist nicht zweifelsfrei geklärt. Als Ursprungsort kommen sowohl der Mittelmeerraum als auch Mittelasien infrage. Erste gesicherte Hinweise, welche die Existenz des Gemüses belegen, gibt es in Europa erst aus dem 16. Jahrhundert. Kohlrabi ist relativ pflegeleicht und wächst in vielen Breitengraden, besonders gut in West- und Mitteleuropa. In der Schweiz wird Kohlrabi ausserhalb der Saison häufig in Gewächshäusern angebaut.

Farblich gibt es beim Rübkohl grosse Unterschiede: Meist ist er zart hellgrün gefärbt, manchmal aber auch violett bis blau. Unter der Schale verbirgt sich ein festes, saftiges und manchmal etwas holziges Fruchtfleisch, das vor allem roh intensiv süsslich, nussig und leicht kohlartig schmeckt. In gekochtem Zustand wird das Aroma des Kohlrabis etwas milder. Frische Knollen erkennst du übrigens an sattgrünen und knackigen Blättern – daher solltest du Kohlrabi immer mit Grün kaufen. Das kann man übrigens ebenfalls essen, es steckt sogar voller Nährstoffe.

So lagerst du Rübkohl richtig

Was die Lagerung betrifft, ist der Kohlrabi wenig kälteempfindlich. Im Gegenteil: Im untersten Kühlschrankfach oder in der Null-Grad-Zone fühlt er sich am wohlsten, und er bleibt dort bis zu einer Woche lang frisch und knackig. Du kannst seine Haltbarkeit zusätzlich verlängern, indem du die Knolle in ein feuchtes, sauberes Küchentuch wickelst, bevor du sie in den Kühlschrank legst. Das Grün trennst du zuvor besser ab und bewahrst es in einem Plastikbeutel oder einer luftdichten Dose im Gemüsefach auf.

Kohlrabi: In die Suppe oder auf das Backblech?

Kohlrabi ist ein äusserst wandelbares Gemüse: Im Gegensatz zu seiner Kohl-Verwandtschaft ist er auch ungekocht sehr schmackhaft und bekömmlich. Er schmeckt zum Beispiel als Rohkost, in Stifte geschnitten zu Frischkäse oder zu einem würzigen Dip. Oder du bereitest einen Salat damit zu und kombinierst den Rübkohl beispielsweise mit Karotten oder Randen. Gegart macht er sich gut als Einlage für Gemüsesuppen oder als Beilage zu klassischen Fleischgerichten.

Du kannst Kohlrabi aber auch kreativer einsetzen: Hauchdünn geschnitten, eignet er sich zum Beispiel in einer Lasagne als Ersatz für Nudelplatten – sollten mal keine zur Hand sein. Auch Kohlrabi-Pommes sind eine kohlenhydrat- und fettärmere Variante des Originals. Dafür schneidest du die Knolle einfach in dünne Stifte, benetzt sie mit etwas Pflanzenöl und würzt sie nach Belieben, etwa mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Curry. Anschliessend backst du die Kohlrabi-Pommes bei 200 Grad etwa 25 Minuten goldbraun. Wenn du vegetarisch kochst, kannst du Kohlrabi-Scheiben auch panieren und als Schnitzelalternative servieren.

Kohlrabi: Arm an Kalorien, reich an Nährstoffen

Wenn du dich ausgewogen und ballaststoffreich ernähren möchtest, ist Kohlrabi in jedem Fall eine gute Wahl. Er ist eine gute Quelle für Nahrungsfasern und dabei dennoch kalorienarm. Kohlrabi ist reich an Vitamin C, das zu einem funktionierenden Immunsystem beiträgt, und an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A, das für die Sehkraft eine Rolle spielt. Ausserdem liefert Kohlrabi Kalium, einen Mineralstoff, der Nerven- und Muskelfunktionen unterstützt.

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