Einfrieren: Schonende Aufbewahrung

Du hast noch viele Reste übrig, oder es ist gerade Saison für dein liebstes Gemüse? Tiefkühlen ist eine gute Möglichkeit, Lebensmittel länger haltbar zu machen. Ob Fleisch, Fisch, Gemüse, Früchte oder sogar Brot – bis auf wenige Ausnahmen vertragen die meisten Lebensmittel kalte Temperaturen sehr gut. Manchmal ist etwas Vorbereitung notwendig, aber dann kann man Vitamine und Nährstoffe aus frischem Gemüse noch Monate später ohne grosse Einbussen geniessen.

Zum Einfrieren eignen sich verschiedene Behälter. Plastikdosen mit Deckel aller Art sind am beliebtesten und lassen sich gut stapeln. Aus Gefrierbeuteln kannst du möglichst viel Luft herausdrücken. Schraubgläser eignen sich ebenso. Bei Suppen oder ähnlichem sollte auf jeden Fall genügend Platz zum Ausdehnen der Flüssigkeit vorhanden sein.

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Es ist nur ein kleiner Aufwand, der sich aber lohnt: Beim Einfrieren den Behälter zu beschriften. Gerade in grossen Tiefkühltruhen verliert man ansonsten schnell den Überblick, wann oder was man genau alles eingefroren hat. Darum lohnt es sich, das Lebensmittel, das Datum des Einfrierens oder ein ungefähres Haltbarkeitsdatum zu vermerken.

Einfrieren: Wie lange ist Tiefgekühltes haltbar?

Bei einer idealen Verpackung und Vorbereitung gelten als Orientierung folgende Werte für die Haltbarkeit von Tiefgekühltem:

 

  • Gemüse: 3 bis 12 Monate
  • Fisch: 1 bis 4 Monate
  • Fleisch: 6 bis 12 Monate
  • Hackfleisch: 4 Monate
  • Früchte: 9 bis 12 Monate
  • Käse: 2 bis 4 Monate
  • Backwaren: 1 bis 3 Monate
  • Gekochte Reste: 1 bis 3 Monate
  • Rohes Ei ohne Schale: 10 Monate

Brot einfrieren – Geht das?

Alle Backwaren, ob Brot, Brötli, Kuchen oder Tortenböden, kannst du ohne Probleme tiefkühlen. Sogar rohen Teig kannst du in grösseren Mengen vorbereiten und dann portionsweise einfrieren. Bei Brot bietet es sich an, es in Scheiben geschnitten einzufrieren. Dann kannst du immer so viel auftauen lassen, wie du gerade brauchst. Die Backwaren lässt du zunächst zehn Minuten antauen und bäckst sie dann noch kurz auf, je nach Dicke genügen oft fünf Minuten.

Gemüse und Früchte zum Einfrieren vorbereiten

Gemüse solltest du generell vor dem Einfrieren blanchieren. Dabei gibst du das geputzte und kleingeschnittene Gemüse für wenige Minuten in kochendes Wasser und kühlst es hinterher sofort in eiskaltem Wasser ab. Willst du das tiefgekühlte Gemüse zubereiten, gib es direkt in den Topf oder die Pfanne – ein vorheriges Auftauen ist nicht notwendig.

Bevor du Früchte einfrierst, solltest du Druckstellen oder ähnliches grosszügig abschneiden, eventuelle Kerne entfernen und überreife Früchte aussortieren. Manche Früchte, wie Äpfel, Erdbeeren oder Birnen, sind nach dem Auftauen ziemlich matschig: Aus diesem Grund ist es ratsam, vor dem Einfrieren ein Püree daraus herzustellen. Viele Südfrüchte wie Bananen vertragen das Tiefkühlen jedoch überhaupt nicht. 

Fleisch und Fisch einfrieren ohne Qualitätsverlust

Ideal wäre es, Fisch und Fleisch vor dem Einfrieren zu vakuumieren. Denn Sauerstoff trocknet Gefrorenes aus und verursacht Gefrierbrand. An der Frischetheke kannst du dir das Fleisch auf Nachfrage manchmal direkt vakuumieren lassen. Wenn du verpacktes Fleisch kaufst, solltest du es vor dem Einfrieren aus dieser Verpackung nehmen. In einer Tupperdose oder einem Gefrierbeutel, aus dem du möglichst viel Luft ausstreichst, ist das Fleisch besser aufgehoben.

Umso magerer Fisch und Fleisch sind, desto länger sind sie übrigens haltbar. Denn Fett wird auch tiefgefroren recht schnell ranzig. Ganze Fische solltest du auf jeden Fall zunächst ausnehmen. Sowohl Fisch als auch Fleisch solltest du in nicht zu dicken Stücken einfrieren. Denn sonst dauert es zu lange, bis es komplett durchgefroren ist.

Hackfleisch kannst du ebenfalls einfrieren. Auch dieses solltest du jedoch aus der Schutzverpackung nehmen. Zudem ist es empfehlenswert, das Hackfleisch flach zu rollen oder zu drücken, bevor man es einfriert. 

Kann man Milchprodukte und Eier einfrieren?

Die meisten Milchprodukte sind zum Tiefkühlen eher nicht geeignet. Joghurt, Milch, Crème fraîche oder Sauerrahm flocken dabei aus und verändern ihre Konsistenz. Bei Käse kommt es stark auf die Sorte an. Generell helfen ein hoher Fettgehalt und eine Vakuumverpackung, damit der Käse nach dem Auftauen noch gut schmeckt. Butter hingegen kannst du problemlos einfrieren.

Rohe Eier sind besser zum Tiefkühlen geeignet als gekochte. Du musst sie jedoch aus der Schale holen, da diese sonst aufbrechen würde. In einem kleinen Behälter – ob getrennt oder nicht – hält sich ein rohes Ei mehrere Monate im Tiefkühler. Ein gekochtes Ei hingegen wird gummiartig und sehr zäh.

Weitere Tipps zum Tiefkühlen von Lebensmitteln

  • Alle Lebensmittel so frisch einfrieren wie möglich
  • Beim Einfrieren sollte im Behälter möglichst wenig Sauerstoff sein
  • Lebensmittel dehnen sich beim Gefrieren aus – etwas Platz im Behälter lassen
  • Wenn Gefriergut nicht zusammenkleben soll, nebeneinander auf Tablett oder Backblech in der Tiefkühltruhe vorfrieren lassen, bevor es verpackt wird
  • Eingefrorenes nach dem Auftauen nicht noch einmal einfrieren
  • Eiswürfel kann man – statt nur mit Wasser – auch mit Saft, Kaffee oder Fruchtpüree machen: zum Verfeinern von Longdrinks oder Eiskaffee

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