Wissenswertes über Hafermilch

Wie bei Nuss- und anderen Getreidemilchsorten dürfen auch Hersteller von Hafermilch diese nicht als «Milch» bezeichnen, da dieser Begriff nur Tiermilchsorten vorbehalten ist. Wenn du also beispielsweise Hafermilch bei Coop suchst, kannst du auch nach Haferdrink fragen beide Begriffe sollten geläufig sein. Rezepte sprechen aber oft eher von Hafermilch, und natürlich erinnert das weisse Getränk optisch an Milch und kann ja auch wie diese verwendet werden.

Vitamin E, B-Vitamine, Natrium, Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor und nur 1,5 Gramm Fett pro 100 Milliliter zeichnen die Hafermilch und ihre Nährwerte aus. Da sie ausserdem keine Laktose enthält, wird Hafermilch nachgesagt, sie sei gesund. Zudem wird sie als unbedenklich für Kuhmilchallergiker eingeschätzt. Allerdings fehlt ihr das in Kuhmilch enthaltene Calcium, das der Hafermilch aber häufig zugesetzt wird. Wenn du dich vegan ernährst oder gern pflanzliche Milch trinkst, kannst du Hafermilch auch unkompliziert zu Hause selbst herstellen. 

Foodfacts Foodfacts

Hafermilch

Kalorien

50 kcal pro 100 ml

Nährwerte

8 g Kohlenhydrate, 1 g Nahrungsfasern, 1,5 g Fett, 0,5 g Protein pro 100 ml

Saison

ganzjährig erhältlich

Lagerung

nach dem Öffnen im Kühlschrank 

Haltbarkeit

nach dem Öffnen 3 bis 4 Tage

Herkunft und Varianten von Hafermilch

Hauptzutat der Hafermilch ist neben Wasser das Getreide Hafer. Woher die Pflanze ursprünglich stammt, ist nicht ganz sicher, aber wahrscheinlich ist sie mit Emmer und Gerste aus Südwestasien gekommen. Hafer wird heute vor allem in Deutschland, Südschweden, auf den Britischen Inseln, in Nordfrankreich, aber auch in Nordamerika und Westasien angebaut. Er hat in Europa eine jahrhundertelange Tradition, wurde aber zwischenzeitlich fast nur als Tierfutter verwendet – völlig zu Unrecht, denn er ist reich an Vitaminen und Mineralien.

Hafermilch gibt es von vielen Herstellern, mit oder ohne zugesetzte Süsse, mit Calcium, Vanillegeschmack oder als Schoggi-Drink. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich immer, weil du so herausfindest, womit gegebenenfalls gesüsst wurde und ob Pflanzenöl zugesetzt wurde, das die Hafermilch cremiger und weisser macht. Es gibt aber auch pure Versionen, und wenn du etwas Zeit und Interesse daran hast, kannst du Hafermilch sogar ganz leicht selber machen. 

Vielseitig und einfach herzustellen: Hafermilch

Um deine eigene Hafermilch herzustellen, brauchst du 80 Gramm Haferflocken, 1 Liter Wasser, 1 Prise Salz und nach Belieben etwas Zucker. Bringe das Wasser zum Kochen, gib Haferflocken, Salz und eventuell Zucker zu und lasse alles gut ausquellen. Am Ende sollte eine breiige Masse entstehen, die nach Erkalten püriert und dann durch ein mit einem Leinen- oder Baumwolltuch ausgelegtes Sieb gestrichen und gedrückt wird. Fange die Hafermilch am besten in einer Schüssel auf, fülle sie in verschliessbare Gläser oder Flaschen und lagere sie im Kühlschrank, wo sie sich etwa drei Tage frisch hält.

Hafermilch eignet sich sehr gut für alle Getränke und Backwaren, die du sonst mit Kuhmilch zubereiten würdest, zum Beispiel Gewürztee, Kafi oder heisse Schoggi. Beim Backen kannst du einfach die angegebene Menge Milch gegen dieselbe Menge Hafermilch austauschen. Hafermilch macht sich aber auch gut als Zutat in salzigen Speisen.

So lässt sich aus Hafermilch, Gewürzen, Saaten und Gemüse eine leichte, schnelle Suppe zaubern. Beginne, indem du Fenchel- und Sesamsamen getrennt voneinander ohne Öl anröstest. Dann Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer anschwitzen, die Hafermilch darin einrühren und eine Viertelstunde köcheln lassen. Am Ende den gebratenen und gesalzenen Mangold und die Fenchelsamen dazugeben und die Suppe mit den Sesamsamen bestreuen – das Ergebnis ist ungewöhnlich, aber sehr wohlschmeckend. 

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