Emmer: Getreide aus der Urzeit

Bei Emmer handelt es sich um eine der ältesten Getreidesorten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in unseren Breitengraden fast schon ausgestorben waren und so gut wie gar nicht mehr angebaut wurden. Emmer wurde vor allem durch andere Getreidesorten wie Gerste oder Roggen verdrängt. Die Gründe dafür liegen im mühsamen Anbau und in den zu geringen Erträgen. In Emmerfeldern macht sich relativ schnell Unkraut breit, die Körner und Ähren brechen leicht und die zarten Halme sind recht anfällig und knicken schnell ab. Doch vor allem dank des aufkommenden Bio-Trends steigt die Nachfrage nach Emmer an, sodass das Getreide wieder etwas häufiger auf den Feldern zu finden ist.

Foodfacts Foodfacts

Emmer

Gattung

Triticum

Kalorien

325 kcal pro 100 g

Nährwerte

62,3 g Kohlenhydrate, 8,8 g Nahrungsfaser, 2,8 g Fett, 12 g Protein pro 100 g

Saison

kühl und trocken und geschützt vor Licht

Lagerung

ganzjährig erhältlich

Haltbarkeit

bei richtiger Lagerung mehrere Jahre

Emmer: Dunkel und aromatisch

Seinen Ursprung hat Emmer im vorderen Orient, und auch die alten Römer nutzten das Zweikorn bereits, um damit zu kochen und zu backen. Die Körner des Getreides sind dunkler als die des Weizens und zudem aromatischer. Besonders in Verbindung mit Vollkorn entwickelt Emmer ein kräftiges und nussiges Aroma und einen herzhaft-würzigen Geschmack. Du findest das Getreide als Emmerflocken, Mehl oder Körner im Bioladen oder Reformhaus. 

Emmerbrot und -pasta

Das Getreide wird häufig zu Emmermehl weiterverarbeitet. Es zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es etwas klebriger ist als herkömmliches Mehl. Daraus lässt sich ein sehr aromatisches Brot backen, das eine charakteristisch dunkle Färbung hat. Auch für Pasta eignet sich das Getreide hervorragend: Es liefert Nudeln mit leicht nussigem Geschmack und bietet eine wunderbare Abwechslung zu den gängigen und weit verbreiteten Nudelsorten. 

Emmer ist in der Küche vielseitig einsetzbar

Doch nicht nur Emmerbrot oder -nudeln kannst du aus dem Getreide machen. Du kannst es darüber hinaus vielseitig in der Küche einsetzen. So sind beispielsweise süsse Waffeln aus dem Zweikorn ein echter Geheimtipp. Auch ein Risotto wird mit Emmer zu einer ganz besonderen Mahlzeit, wenn du das Korn separat in Salzwasser kochst und anschliessend zum Rest dazugibst. In Suppen und Eintöpfen verleiht das Korn den Gerichten seine eigene, ganz besondere Note. Wie andere Getreidearten ist auch Emmer für die Bierherstellung hervorragend geeignet. Einige kleine Brauereien haben sich auf das dunkle Getreide spezialisiert.

Nicht nur köstlich, sondern auch nahrhaft

Für eine ausgewogene Ernährung sind Produkte aus Emmer eine sehr gute Ergänzung. Das nahrhafte Getreide zeichnet sich besonders durch seinen hohen Gehalt an Carotinoiden aus, denen nachgesagt wird, dass sie die Sehkraft fördern und Haut- und Körperzellen schützen. Darüber hinaus ist Emmer reich an den Mineralstoffen Magnesium, Eisen und Zink. Ganz gleich, ob Emmerbrot, Emmerflocken oder etwas anderes – das Getreide schmeckt nicht nur lecker, sondern soll auch gut für den Körper sein. 

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