Flambieren: Ohne Alkohol gehts nicht

Flambieren kommt vom französischen Wort «flamber» – was so viel wie «abflammen» bedeutet. Und der Name ist Programm: Beim Flambieren wird in einer Pfanne ein Gericht mit Alkohol übergossen und angezündet. Übrig bleibt kaum etwas vom Hochprozentigen – bis auf der köstliche Geschmack. Flambieren ohne Alkohol ist nicht möglich. Für ein beeindruckendes Flammen-Schauspiel kannst du jedoch mit einem Flambiergerät Zucker caramelisieren lassen – zum Beispiel auf einer Crème brûlée – oder neben dem Dessert ein Stück mit Alkohol beträufelten Würfelzucker entzünden.

Zum Flambieren benötigst du übrigens keine spezielle Pfanne. Teflon-Beschichtung eignet sich zwar nicht zum Flambieren, und der Griff sollte nicht brennbar sein; doch spezielle Flambierpfannen sind für das gelegentliche Abflammen zu Hause nicht notwendig.

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Damit du dir nicht die Finger oder sogar noch mehr verbrennst, solltest du beim Flambieren einige Sicherheitshinweise beachten:

  • Giesse niemals den Alkohol direkt aus der Flasche in die Pfanne. Er lässt sich so sehr schlecht dosieren, und im schlimmsten Fall entzündet sich der gesamte Inhalt.
  • Achte auf genügend Platz über der Pfanne. Dunstabzugshauben sind häufig zu nah dran, und zudem ist der Filter oft geradezu mit Fett getränkt.
  • Lösche niemals mit Wasser. Beim Flambieren steigen Öle auf, die zu einer Stichflamme führen können. Nutze einen passenden Deckel oder im Notfall eine Löschdecke.

Flambieren – Aber womit?

Prinzipiell kannst du fast alle Speisen flambieren – und auch Getränke lassen sich so verfeinern. Typische flambierte Getränke sind beispielsweise Feuerzangenbowle oder Sambuca. Was Speisen angeht, eignen sich sowohl Fleisch, etwa Rindsfilet oder Wild, als auch Süssspeisen. Typisch ist das Flambieren von Crêpe Suzette, aber auch caramelisierte Früchte, zum Beispiel Ananas, Bananen oder Pflaumen, bekommen so ein tolles Aroma.

Zum Flambieren musst du Alkohol mit mindestens 40 Volumenprozent wählen, damit er sich auch entzündet: Whisky, Rum, Cognac, Branntwein, Gin, aber auch Kirschwasser oder Calvados verleihen ein feines Aroma. Falls du für Desserts lieber fruchtige Liköre zum Flambieren nutzen möchtest, mische diese mit Hochprozentigem, damit es funktioniert.

Flambieren: Eine Anleitung

Das Flambieren steht immer an letzter Stelle – zunächst muss die Speise wie gewohnt fertig zubereitet werden. Bevor du mit dem Flambieren beginnst, stelle dir alle benötigten Utensilien bereit.

Zum erfolgreichen Flambieren sollte der Alkohol nicht zu kalt sein. Du kannst ihn auch zuvor im Topf leicht erwärmen – jedoch nicht kochen lassen. Von der Menge her genügt etwa ein Schnapsglas. Bei zu viel Alkohol wird der Geschmack zu stark, und die Flamme kann zu gross geraten. Gib den Alkohol dann am besten mithilfe einer Kelle in die Pfanne und entzünde ihn dort mit einem langen Streichholz. Du kannst den Alkohol auch bereits in der Kelle anzünden. Sobald der gesamte Alkohol verbrannt ist, erlischt die Flamme von allein, und es kann angerichtet werden.

Flambieren: Hinweise und Tipps

Generell solltest du beim Flambieren Vorsicht walten lassen – vor allem, wenn du es noch nie gemacht hast. Mache beim ersten Mal nicht gleich eine grosse Show vor Gästen, sondern probiere es ganz in Ruhe und allein aus. So wirst du routinierter, und die ganze Angelegenheit wird sicherer. Auch wenn du geübt im Flambieren bist, sollten Kinder nicht in der Nähe herumlaufen, und kein neugieriger Gast sollte seinen Kopf zu nahe an die Flamme halten.

In kleinen Küchen ist es mitunter schwierig, zu flambieren. Du solltest genug Abstand zu Dunstabzugshauben, Hängeschränken und jeglichen leicht entzündlichen Küchenutensilien halten. Denke zudem daran, die Flasche mit dem Alkohol nicht geöffnet neben dem Herd stehen zu lassen. Auch eine feuerfeste Unterlage wie die Glasplatte eines Ceranfeldes oder ein Backblech sind notwendig. Ein passender Deckel für die Pfanne oder eine Löschdecke sind ebenfalls nicht verkehrt, damit du im Notfall schnell reagieren kannst.

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