Gesundes Getreide für süsse und pikante Speisen

Der Dinkel ist eng mit dem Weizen verwandt. Er enthält Kalium und Vitamin B1 und ist reich an Magnesium, Phosphor und Zink. Nachdem der Dinkel lange Zeit in Vergessenheit geraten war, wird er aktuell wieder beliebter. Ob als Dinkelmehl in süssem oder herzhaftem Gebäck oder gekocht als Reisersatz – das Urgetreide findet in der Küche vielfältige Verwendung.

Foodfacts Foodfacts

Dinkel

Gattung

Weizen (Triticum L.)

Kalorien

63 kcal pro 100 g

Nährwerte

60,3 g Kohlenhydrate, 10 g Nahrungsfasern, 1,7 g Fett, 15,8 g Protein pro 100 g

Saison

ganzjährig erhältlich

Lagerung

trocken und dunkel in einem luftdichten Gefäss bei Raumtemperatur

Haltbarkeit

bei richtiger Lagerung mehrere Jahre

Seit Jahrtausenden bekannt und beliebt

Dinkel stand lange im Schatten des Weizens, mit dem er eng verwandt ist. Im Kaukasus war das robuste Urgetreide schon im 6. Jahrtausend vor Christus Bestandteil der Ernährung. Etwa 500 nach Christus begann man in Europa damit, das Getreide anzubauen. Im 20. Jahrhundert verlor der Anbau an Bedeutung, weil Dinkel weniger ertragreich ist als Weizen und zudem aufwendig verarbeitet werden muss. Denn Dinkel gehört zu den sogenannten Spelzgetreiden, bei denen das Korn von einer festsitzenden Hülle, der Spelze, umgeben ist. Diese muss entfernt werden, was einen zusätzlichen Arbeitsschritt bedeutet.

Dinkel bringt Abwechslung in die Küche

Dinkel hat einen leicht nussigen Geschmack und lässt sich ähnlich verwenden wie Weizen. Du erhältst Dinkel im Supermarkt zum Beispiel als ganze Körner, geschrotet, als Dinkelflocken oder als Mehl. Auch Lebensmittelhersteller verwenden das Getreide gerne, zum Beispiel für Dinkelbrot und Dinkelgebäck, für Dinkelnudeln und sogar für Dinkelbier. Dinkelmehl kannst du zum Backen genauso verwenden wie Weizenmehl. Man sagt sogar, dass Brote damit noch aromatischer schmecken. Dinkelflocken eignen sich auch als Haferflockenersatz im Müesli.

Ganze Körner verwendest du als Reisersatz oder als Beilage zu Salaten, Eintöpfen und Suppen. Als Richtwert lässt sich sagen, dass Dinkel mit der doppelten oder dreifachen Menge Wasser gekocht wird. Das Kochen kann bis zu 60 Minuten oder länger dauern. Um die Kochzeit zu verringern, weichst du die Körner über Nacht ein. Dann reicht oft schon eine halbe Stunde Köcheln, damit das Getreide weich wird. Im Supermarkt findest du schonend polierten Dinkel, der eine kürzere Garzeit von etwa 20 Minuten hat.

Unreifer Dinkel = Grünkern

Grünkern ist nichts anderes als noch nicht ausgereifter Dinkel, der noch grün geerntet wird. Er wird nach der Ernte sofort verarbeitet, indem er mittels eines speziellen Verfahrens namens «Darren» trocknet, sodass er lange haltbar bleibt. Grünkern ist als ganzes Korn, als Flocken oder als Mehl erhältlich. Er eignet sich für Knödel, vegetarische Tätschli oder als Suppeneinlage. Auch als Salatzutat ist das Korn mit der olivgrünen Farbe beliebt. Es schmeckt leicht nussig und ein wenig rauchig. 

Option für Weizenallergiker

Du hast Dinkel noch nie probiert? Dann wird es Zeit! Es gibt nicht nur zahlreiche schmackhafte Rezepte für das Urgetreide, Dinkel enthält auch viele Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe und hat einen hohen Anteil an Nahrungsfasern. Für Menschen, die an Zöliakie leiden, eignet sich Dinkel allerdings nicht. Denn Dinkel ist nicht glutenfrei. Er enthält sogar mehr Klebereiweiss als Weizen. Wenn du nur auf Weizen empfindlich reagierst, ist Dinkel allerdings eine interessante Alternative. Viele Menschen mit einer Weizenallergie oder -unverträglichkeit vertragen Dinkel ohne Probleme.

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