Wissenswertes über den Roggen

Roggen ist ein robustes und genügsames Getreide. Er ist frostresistent bis –25 Grad, beginnt bereits bei 1 bis 3 Grad zu wachsen und gedeiht auch auf trockenen Böden. Dass er trotzdem nicht ganz so beliebt wie Weizen und andere Getreidesorten ist, liegt vielleicht daran, dass aus Roggenmehl gebackenes Brot nicht locker, sondern eher fest ist. Dabei sind vor allem Backwaren aus Bio-Roggen kräftig im Geschmack und sättigend, zudem bleiben sie lange frisch.

Ausserdem sind typische Roggenbrotsorten wie Pumpernickel und Schwarzbrot reich an Vitamin E, Folsäure und Nahrungsfasern. Allerdings ist Roggenmehl nicht glutenfrei: Menschen, die an Zöliakie leiden, sollten es daher meiden. Früher wurde auch Bier aus Roggen hergestellt, heute ist er eher die Basis für Korn und Wodka, dem er einen angenehm milden Geschmack verleiht. In Form von Griess und Flocken eignet sich Roggen als Suppeneinlage oder als Grundzutat für Brei, Müesli und andere Gerichte fürs Zmorge.

Foodfacts Foodfacts

Roggen

Gattung

Süssgräser

Kalorien

319 kcal pro 100 g

Nährwerte

60,7 g Kohlenhydrate, 13,2 g Nahrungsfaser, 1,7 g Fett, 8 g Protein pro 100 g

Saison

ganzjährig erhältlich

Lagerung

kühl und trocken

Haltbarkeit

bei richtiger Lagerung mehrere Jahre

Herkunft und Besonderheiten des Roggens

Roggen ist eine alte Kulturpflanze, die ihren Ursprung in Vorderasien hat. Die weltweit grössten Produktionsmengen an Roggen kommen heute aus Deutschland und Russland. Am häufigsten wird Winterroggen angebaut, der bereits im September ausgesät wird. Er ist ertragreicher als der Sommerroggen. Beide Roggensorten haben geneigte Ähren, in denen jeweils ungefähr 40 Körner reifen.

In der Küche findet Roggen vor allem in Form von Mehl Verwendung, das hauptsächlich zu Brot verarbeitet wird. Roggenmehl wird zwar oft mit Weizen- oder Dinkelmehl gemischt, hat aber andere Backeigenschaften als diese. Ab einem Roggenmehlanteil von ungefähr 40 Prozent muss einem Brotteig Sauerteig zugesetzt werden, ansonsten wird das Brot zu fest. Ausserdem sind Roggenmehlteige weicher, deshalb backt man sie am besten in einer Backform und bei hoher Anfangshitze.

Ideen für die Zubereitung von Roggen

Saftiges, dunkles Roggenbrot ist aber längst nicht die einzige Möglichkeit, wie sich das Getreide schmackhaft zubereiten lässt. Etwas zeitintensiv, aber sehr köstlich ist ein veganer Gratin mit Roggen, Tofu und Gemüse. Dafür weichst du die Roggenkörner über Nacht in kaltem Wasser ein und kochst sie am nächsten Tag in demselben Wasser circa eine Stunde und zugedeckt. Nach dem Abgiessen des Wassers muss der Roggen etwas abkühlen. Anschliessend mischst du ihn mit kleingeschnittenem Fenchel, Tofu und getrockneten Tomaten, gibst ihn in eine Ofenform und übergiesst ihn mit einer Mischung aus angeschwitzten Zwiebeln, Knoblauch, Sojagetränk, Hefeflocken, Senf, Majoran, Thymian, Salz und Pfeffer. Nach 20 Minuten im Ofen ist das herzhafte Gericht fertig.

Roggen schmeckt aber auch als Flocken im Müesli ausgesprochen gut. Roggenflocken lassen sich gut mit den Flocken anderer Getreidesorten mischen, sie schmecken sowohl als warmer Brei als auch kalt mit Milch oder Jogurt. Wer mag, gibt noch ein paar frische oder getrocknete Früchte hinzu. Der hohe Nahrungsfaseranteil im Roggen macht solch ein Müesli zu einer lange sättigenden Mahlzeit.

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