Senfkörner: Schwarz oder weiss

Es wird unterschieden zwischen weissen und schwarzen Senfkörnern. Weisse Senfkörner sind eher gelb, haben eine glatte Oberfläche, sind würzig-scharf und erinnern leicht an Rettich. Schwarze Senfkörner hingegen sind bräunlich-schwarz, die Oberfläche ist rau, und ihre Schärfe ist deutlich intensiver. Zudem schmecken sie leicht bitter. Es gibt eine Vielzahl an Senf zu kaufen, die Sorten unterscheiden sich je nachdem, welche Art Senfkörner verarbeitet wurde und welche Zutaten noch enthalten sind. Unter anderem gibt es den beliebten mittelscharfen Senf, süssen Senf oder extra-scharfen Senf. Du kannst Senf aber auch selber machen und genau über den Geschmack entscheiden.

Foodfacts Foodfacts

Senfkörner (weisser Senf)

Gattung

Senfe

Aussehen

etwa 2 mm gross, rund, mit glatter Oberfläche

Inhaltsstoffe

Senföl, Proteine und das Glykosid Sinalbin

Lagerung

lichtgeschützt, trocken und kühl

Haltbarkeit

mehrere Jahre

Senfkörner: Herkunft und Verbreitung

Senfkörner sind die Samen der Senfpflanze, die im Mittelmeerraum beheimatet ist. Anbaugebiete finden sich heutzutage jedoch rund um den Erdball, unter anderem in Nord- und Mittelamerika, Mitteleuropa, Nordafrika und Asien. In China wurden Senfsamen bereits vor mehr als 3’000 Jahren als Gewürz genutzt, und auch in Griechenland und Italien war die Senfpflanze schon in der Antike als Nutz- und Heilpflanze beliebt. 

Aus Senfsamen Senf selber machen

Senf selber zu machen ist nicht schwer, du hast viele Möglichkeiten, interessante Aromen hinzuzufügen. Honig verleiht ihm Süsse, Feigen eine fruchtige Komponente, und mit praktisch allen Gewürzen oder Kräutern kannst du dem Senf eine aussergewöhnliche Note verleihen.

Senf stellst du aus fein gemahlenen Senfkörnern, Weissweinessig, Wasser, Zucker und Salz her. Die Körner lassen sich am besten mit einer Kaffeemühle zerreiben – es gibt jedoch auch Senfmehl zu kaufen. Senf kannst du auch mit Bier oder Traubenmost anrühren, wodurch immer andere Aromen entstehen. Diese Grundmischung lässt sich dann ganz nach deinem Geschmack weiterverarbeiten. In gut verschlossenen Gläsern hält sich der selbstgemachte Senf etwa fünf Wochen im Kühlschrank.

Das pure Senfkorn zum Kochen

Doch Senfkörner kannst du für mehr als nur zur Herstellung von Senf verwenden. Ein paar leicht zerdrückte oder fein gemahlene Senfkörner geben Eintöpfen, Gemüsepfannen oder Sauerkraut sowie anderen Kohlgerichten eine angenehm würzige Schärfe. Beim Einmachen von Senfgurken oder anderem Gemüse dürfen die kleinen gelben Körner ebenfalls nicht fehlen. Auch zu Fleischmarinaden kannst du ganze oder zerstossene Senfsamen hinzugeben. 

Senfkörner: Scharfe Inhaltsstoffe

In Senfsamen ist Senföl enthalten, das zusammen mit den Senfölglykosiden für die Schärfe und den Geschmack sorgt. In weissen Senfkörnern ist Sinalbin für die Schärfe verantwortlich. Die schwarzen Senfkörner erhalten ihren kräftig-scharfen Geschmack vom Glykosid Sinigrin. Die Senfkörner müssen übrigens erst mit Wasser in Kontakt kommen, um ihre scharfen Aromen zu entfalten.

Für welche Senfkörner du dich auch entscheidest: Sie alle regen die Verdauung an und wirken durchblutungsfördernd. Einige Menschen reagieren jedoch allergisch auf die kleinen Körner. Senf muss daher als Zutat auf allen Lebensmittelverpackungen gekennzeichnet sein, selbst wenn nur geringe Spuren davon enthalten sein könnten.

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