Wissenswertes über Gerste

Gerste gehört zu den ältesten kultivierten Getreidesorten der Welt. Sie wird auch heute noch in vielen Teilen der Erde angebaut, wenn auch weniger häufig als Mais, Reis oder Weizen. Mit Letzterem ist die Gerste zwar nah verwandt, allerdings hat sie weniger Klebereiweiss (Gluten) und ist deshalb auch nicht gleich gut zum Backen geeignet wie Weizen oder Roggen – glutenfrei ist Gerste jedoch nicht. Sie liefert vor allem als Rollgerste oder Gerstenflocken Energie für den Tag.

Foodfacts Foodfacts

Gerste

Gattung

Süssgräser

Kalorien

345 kcal pro 100 g

Nährwerte

71 g Kohlenhydrate, 4,6 g Nahrungsfasern, 1,4 g Fett, 9,6 g Protein pro 100 g

Saison

ganzjährig erhältlich

Lagerung

luftdicht und dunkel bei Raumtemperatur

Haltbarkeit

mindestens 1 Jahr

Herkunft und Eigenheiten der Gerste

Gerste stammt wahrscheinlich aus Südasien und wurde bereits 15’000 Jahre v. Chr. verzehrt. Heute wird sie unter anderem in den USA, in Kanada, Russland und vielen europäischen Ländern angebaut und zu Malz, Tierfutter, aber auch zu Mehl sowie Rollgerste verarbeitet. Die Gerstenpflanze kann etwas mehr als einen Meter hoch werden, ist recht anspruchslos, bevorzugt aber feuchtes Klima. Der Reifegrad der Gerste lässt sich an der Form der Ähre ablesen – reif ist sie, sobald die Ähren einen leichten Bogen bilden. 

Ähnlich wie beim Weizen gibt es Sorten, die im Winter ausgesät werden, und solche, die im Sommer ausgesät werden, und dementsprechend die Bezeichnungen Winter- oder Sommergerste tragen. Ausserdem unterscheidet man zwischen Spelz- und Nacktgerste. Letztgenannte bildet fast keine für Gerste typische Spelze, die das Korn umschliesst und bei der Herstellung von Rollgerste mechanisch entfernt werden muss.

Mit Rollgerste kochen

Gerste ist eine wertvolle Nahrungsfaserquelle und enthält Niacin, Phosphor und Zink. Sie hat einen feinen, nussigen Geschmack, der sowohl zu herzhaften als auch süssen Gerichten gut passt. Es gibt Gerstenflocken, die sich als Müeslizutat eignen; Gerstenmehl, das du, mit anderem Mehl gemischt, zu besonders knusprigen Guetzli verbacken kannst; und es gibt die weit verbreitete Rollgerste, bei welcher die Gerstenkörner enthülst, entspelzt, geschält und poliert werden. Wird der Vorgang an einem geschnittenen Korn durchgeführt, spricht man beim Endprodukt übrigens von Graupen.

Rollgerste kannst du wie Reis in etwas Salzwasser kochen und als Beilage servieren oder in Suppen, Eintöpfen und Salaten verwenden. Besonders fein und etwas ungewöhnlich ist ein Risotto, in dem du Rollgerste anstelle von Reis nutzt. Die Zubereitung erfolgt wie bei einem üblichen Risotto, zur Verfeinerung bieten sich beispielsweise Pilze und Thymian an.

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