Pro Montagna Bier

Die höchstgelegene Bierbrauerei der Schweiz befindet sich in der ehemaligen Dorfsennerei, einem Gebäude, das vor über 100 Jahren errichtet worden ist. Hier wird, so sagt man, richtig gutes Bier produziert. Ich könnte zwar ein Heineken nicht von einem Calanda unterscheiden, tauche aber trotzdem gern in die Welt der Braukunst ein. Sebastian «Basti» Degen, der Braumeister, zeigt mir die heiligen Hallen gleich persönlich.

Basti begrüsst mich mit einer herzlichen Umarmung und bietet mir gleich das erste Bier an. Er macht sich nichts aus Allüren, die so manch ein Kollege aus der hippen Craft-Beer-Szene haben mag, stattdessen nimmt er es lieber locker und mit viel Gemütlichkeit. «Immer locker durch die Hose atmen», lautet sein Motto, und vielleicht ist genau diese Unbekümmertheit die geheime Zutat, die das Monsteiner Bier so schmackhaft macht. Vielleicht sind es aber auch das kristallklare Monsteiner Quellwasser, der Schweizer Hopfen und das würzige Malz, die den lokalen Bierspezialitäten den speziellen und eigenen Geschmack verleihen.

Dorf Monstein
Das beschauliche Monstein erwacht am frühen Morgen. 
Eingang Brauerei Biervision Monstein
Über den Hintereingang gehts in die Brauerei Biervision Monstein.
Unsere Braugerste kommt aus der Region und der Hopfen natürlich aus der Schweiz.

Basti Degen

Eine Bierbrauerei in einem Dorf, das knapp 200 Einwohner zählt, sorgt für Gesprächsstoff. Als vor über 13 Jahren darüber abgestimmt wurde, waren die Gemüter erhitzt, bei den einen vor Freude, bei den anderen vor Sorge. Heute scheint Basti mehr als angekommen im Dorf. Er ist Mitglied der freiwilligen Feuerwehr und spielt einmal die Woche mit Freunden Unihockey in der Turnhalle der Dorfschule. Er erzählt mir, dass hier gerade mal 15 Schüler zur Schule gehen. Alle sitzen im gleichen Zimmer und werden von einem einzigen Lehrer unterrichtet. Die Klassen reichen allerdings von der 1. bis zur 6. Schulstufe. Das erinnert mich an meine Schulzeit in Pontresina. 

Braumeister Basti Degen im Portrait
Der Deutsche aus dem Schwarzwald: Braumeister Basti Degen hat sich im kleinen Monstein bestens eingelebt. 

In den grossen 2000-Liter-Tanks gären naturtrübe Sorten wie das dunkle Monsteiner «Wätterguoge» («Guoge» ist die Walser Bezeichnung für den Alpensalamander) oder das helle Monsteiner «Mungga» (Murmeltier). Die Braugerste kommt aus der Region und der (Bio-)Hopfen ebenfalls aus der Schweiz. Jeden Freitag bei Sonnenuntergang ist in Monstein Brauerei-Happy-Hour, wo Bier getrunken und gemütlich beisammen gesessen wird. Die Stammgäste finden ihre persönlichen Krüge an der Wand aufgehängt.

Für meinen Spinatsalat mit Auberginen im Mandel-Bierteig, Süsskartoffeln, Edamame und gebratenen Apfelstücken an Mandel-Maple-Dressing empfiehlt mir Basti das naturtrübe «Steinbock»-Bier. Dieses dunkle Bier eigne sich wegen seiner Konsistenz und der rauchigen Caramelaromen perfekt für den Bierteig. Danke für den Tipp und: Viva! 

Nadia Damaso im Biertank
In den grossen Biertanks lässt es sich bestens Verstecken spielen.

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