Wissenswertes zum Rhabarber

Botanisch gesehen ist Rhabarber ein Gemüse, auch wenn sein Geschmack eher an Apfel und Zitrone erinnert und man ihn deshalb intuitiv vielleicht eher zu den Obstsorten zählen würde. Ausserdem ist Rhabarber schliesslich in süssen Kuchen oder zu cremigen Desserts eine Köstlichkeit – man verarbeitet ihn also ohnehin praktisch wie Obst. Besonders die Kombinationen von Rhabarber mit reifen Erdbeeren oder mit Rahm und Vanille sind echte Klassiker. Rhabarber kann aber noch viel mehr und schafft mit seiner zarten Säure einen schönen Kontrast zu deftigem Schweinefleisch; oder er verfeinert, getrocknet und mit Zimt gewürzt, jedes Müesli.

Food Facts Food Facts

Rhabarber

Gattung Rhabarber
Kalorien 12 kcal pro 100 g
Nährwerte 1,0 g Kohlenhydrate, 2,5 g Nahrungsfasern, 0,1 g Fett, 0,6 g Protein pro 100 g
Saison April bis Juni
Lagerung in einem feuchten Tuch im Kühlschrank
Haltbarkeit 1 Woche

Herkunft und Besonderheiten des Rhabarbers

Die ersten Rhabarberpflanzen wuchsen wahrscheinlich in Tibet oder der Mongolei, heute bekommt man das Gemüse aber während der Rhabarbersaison im Frühling und Frühsommer ganz frisch geerntet aus heimischem Anbau. Seinen Namen verdankt das kalorienarme und herbe Gewächs übrigens den Alten Römern. "Rhabarber" ist eine Ableitung aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "Wurzel der Barbaren".

In der Bezeichnung steckt übrigens somit auch ein wenig Ungenauigkeit, denn bei den rot-grünen, zum Verzehr geeigneten Pflanzenteilen handelt es sich nicht um die Wurzel, sondern um die Blattstile des Rhabarbers. Diese enthalten Vitamin C. Man macht also mit Rhabarber sein Dessert nicht nur um eine Geschmacksnuance reicher, sondern fügt ihm auch wichtige Nährstoffe hinzu.

Tipps für Einkauf und Zubereitung von Rhabarber

Völlig unabhängig von der Sorte des Rhabarbers gilt: Je röter er ist, desto süsser schmeckt er. Wer lieber sauren Rhabarber haben möchte, der sollte deshalb zu Stangen greifen, die noch viele grüne Stellen zeigen. Doch egal, welche Farbgebung man bevorzugt, frische Rhabarberstangen lassen sich daran erkennen, dass sie fest und leicht glänzend sind.

Wie Spargel auch fühlt sich Rhabarber in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank am wohlsten und lässt sich so grob eine Woche aufbewahren, bevor er zubereitet werden sollte. Sind die Stiele dünn und zart, reicht es oft, ihn mit kaltem Wasser zu waschen und die beiden Enden etwas abzuschneiden.

Stangen, die faserig und sehr hart sind, solltest du aber doch schälen. Dazu musst man nur die Haut an einem Stangenende mit einem Messer lösen und dann in einem Stück abziehen. Das geht nicht immer ganz einfach, wichtig ist aber, dass alle harten Fäden entfernt werden.

Danach lässt sich der Rhabarber kleinschneiden und weiterverarbeiten oder für die Zeit ausserhalb der Saison einfrieren. Im Tiefkühler halten sich die Stückchen dann, bis im nächsten Jahr die neue Ernte erhältlich ist. So hat man sogar mitten im Winter immer etwas Rhabarber für Rezepte zur Hand. Doch egal, ob du ihn sofort verarbeiten willst oder dir einen Vorrat anlegst, Rhabarber sollte vor dem Verzehr immer zumindest angedünstet werden. Roh ist er sehr sauer und schwer verdaulich.

Rhabarber für Einsteiger

Wer noch nie mit Rhabarber gekocht hat, ist vielleicht etwas unsicher, was er mit dem rot-grünen Gemüse mit dem Obstgeschmack am besten anfangen kann. Dabei ist Rhabarber eine ganz unproblematische Zutat. Der absolute Klassiker ist Rhabarber-Kompott, für das du nur einen Topf, einen Herd, etwas Zucker sowie ein wenig Vanille brauchst. Fülle den Rhabarber in den Topf, bestreue ihn mit Zucker, sodass er ganz abgedeckt ist, warte eine Stunde, bis der Zucker das Wasser aus dem Rhabarber gezogen hat, füge die Vanille hinzu, koche alles zusammen auf und dann auf kleiner Flamme weiter, bis der Rhabarber weich ist.

Das leicht abgekühlte und nach Geschmack nachgesüsste Rhabarber-Kompott schmeckt gut mit Vanilleeis oder -pudding; oder als Topping auf dem morgendlichen Porridge. Wer möchte, der kann auch etwas kreativ werden und statt Vanille etwas Zimt oder geriebenen Ingwer in das Kompott geben. Wer einmal erlebt hat, wie leicht der Rhabarber zu verarbeiten ist, wird dann sicher auch ganz schnell ein Lieblingsrezept für Rhabarber-Kuchen entdecken und hat dann eventuell sogar eine neue Geheimzutat für eine ganz besondere Bratensauce gefunden.

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