Mandeln: Die Herkunft der gesunden Kerne

Mandeln sind im botanischen Sinne keine Nüsse, obwohl sie gemeinhin immer als solche bezeichnet werden. Stattdessen sind sie Kerne von Steinfrüchten, die an Mandelbäumen wachsen. Sie zählen zu den Rosengewächsen und sind an ihren weissen oder rosafarbenen Blüten zu erkennen, die im März und April vor der Laubentfaltung der Bäume blühen. Im Spätsommer haben sich dann Steinfrüchte aus den Blüten entwickelt und die Mandeln sind reif für die Ernte. Seinen Ursprung hat der Mandelbaum wahrscheinlich in Südwestasien. Für die Mandelproduktion angepflanzt wird er heute aber vor allem im US-Bundesstaat Kalifornien, in Australien und im Mittelmeerraum.

Food Facts Food Facts

Mandeln

Gattung

Prunus

Kalorien

580 kcal pro 100 g

Nährwerte

4 g Kohlenhydrate, 13 g Nahrungsfasern, 49,9 g Fett, 21,2 g Protein pro 100 g

Saison

ganzjährig erhältlich

Lagerung

trocken, dunkel und kühl bei 18 bis 22 °C Raumtemperatur

Haltbarkeit

mehrere Monate

Mandeln – die Basis für eine breite Produktpalette

Aus den geernteten Steinfrüchten entsteht eine Vielzahl an Produkten. Vor allem bei Veganern werden Milch, Creme und Mus aus Mandeln immer beliebter, um damit Kuhmilch und Rahm zu ersetzen. Entöltes Mandelmehl dient in vielen Low-Carb-Rezepten als Ersatz für Weizenmehl. Das wohl bekannteste Produkt aus Mandeln ist jedoch Marzipan: Die Süssigkeit wird aus blanchierten und gemahlenen Mandeln, Zucker und Aromastoffen hergestellt. Ein beträchtlicher Teil der produzierten Mandeln wird nicht zu Lebensmitteln verarbeitet, sondern dient – meist in Form von Mandelöl – als Inhaltsstoff von Kosmetikprodukten. Das Öl gilt als sehr verträglich und wirkt trockener Haut und sprödem Haar entgegen.

Mandeln als feine Backzutat

Mandeln – ob gestiftet, geraspelt oder gemahlen – sind fester Bestandteil zahlreicher Backrezepte. Sie sind als Teigzutat für Vanillekipferl ebenso beliebt wie als knusprige Schicht auf dem Bienenstich. Eines der beliebtesten und auch einfachsten Mandelrezepte ist das für gebrannte Mandeln. Und dafür musst du nicht einmal bis Weihnachten warten, denn die karamellisierten Guetzli kannst du auch ganz leicht zu Hause herstellen – und das sogar in einer kalorienärmeren Variante.

Gebrannte Mandeln – schnell und einfach selbst gemacht

Du lässt 200 Gramm Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, 100 Milliliter Wasser und etwas Zimt in einer beschichteten Pfanne kurz aufkochen. Du fügst 200 Gramm ungeschälte Mandeln hinzu und rührst so lange durch, bis alle Mandeln mit einer Schicht überzogen sind und der Zucker vollständig karamellisiert ist. Zum Auskühlen legst du die Nüsse am besten auf ein Backblech. Wenn du den Zucker durch ein Süssungsmittel wie Xylit ersetzt, gelingt das Rezept genauso gut und die fertigen Mandeln haben fast 300 Kalorien weniger.

Mandeln: Gesunde Nüsse, die satt machen

Doch auch für zwischendurch oder als Zutat für dein morgendliches Müesli solltest du Mandeln aufgrund der vielen Nährwerte öfter in Erwägung ziehen. Denn sie liefern zwar einiges an Energie, sollen sich aber dennoch positiv auf das Gewicht auswirken. Das liegt zum einen daran, dass sie durch den hohen Gehalt an Eiweiss und Ballaststoffen das Sättigungsgefühl fördern und den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen. Zum anderen kann der Körper das in den Nüssen enthaltene Fett nur zum Teil verwerten – Mandeln sind also im wahrsten Sinne des Wortes schwer verdaulich.

Kaliumlieferant Mandel: Perfekter Snack für starke Nerven

Die Fette, die aufgespalten werden können, sind allerdings ungesättigt und damit sehr gesund. Sie sollen Gefässe und Herz vor Verkalkung schützen. Des Weiteren liefern Mandeln eine beträchtliche Menge an Kalium, ein Elektrolyt, das für viele Stoffwechselprozesse im Körper verantwortlich ist. Es sorgt vor allem für ein funktionierendes Nervensystem. Die in Mandeln enthaltenen Mineralstoffe Magnesium, Calcium und Phosphor tragen zudem zu einer gesunden Muskelfunktion und stabilen Knochen bei.

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