Welche Wirkung hat Chili?

Chilis werden in der Regel nicht roh gegessen, sondern zum Würzen von Speisen genutzt. So entfalten sie auch ihre stoffwechselanregende Wirkung. Die Schärfe der Chili soll die Magenmotorik anregen und die Bildung von Magensaft steigern – die Verdauung wird angekurbelt, und fettreiche Speisen werden besser verdaut. Die Schärfe regt auch die Durchblutung der Schleimhäute an und sensibilisiert so das Geschmacksempfinden, und glücklich machende Endorphine sollen auch noch freigesetzt werden!

Foodfacts Foodfacts

Chili

Gattung

Paprikagewächse

Kalorien

45 kcal pro 100 g

Nährwerte

9,5 g Kohlenhydrate, 1,8 g Nahrungsfasern, 0,2 g Fett, 2,0 g Protein pro 100 g

Saison

das ganze Jahr verfügbar

Lagerung

im Kühlschrank in einer geschlossenen Schale oder im Gefrierbeutel einfrieren

Haltbarkeit

im Kühlschrank 2 bis 3 Wochen, gefroren 10 Monate

Herkunft und Besonderheiten von Chili

Chilis haben ihre Heimat in den Bergen zwischen Brasilien und Bolivien. Über Tiere, Wind und den Menschen breiteten sie sich zunächst in ganz Süd- und Mittelamerika und schliesslich auf fast der gesamten Welt aus. Heute liegen die Hauptanbaugebiete von Chili in Mexiko, Thailand, Indien und Indonesien.

Die Chilischote sieht mit ihrer intensiven roten Farbe verführerisch aus; pur solltest du sie aber nur essen, wenn du scharfes Essen bereits gut verträgst. Denn die Schote, die übrigens auch grün, gelb, weiss, lila oder orange sein kann, enthält Capsaicin – seine Konzentration variiert je nach Sorte. Capsaicin ist der Wirkstoff, der für die Schärfe verantwortlich ist. Isst du die Chili einfach pur, nimmst du mit einem Bissen so viel Capsaicin auf, dass Zunge und Rachen mit Sicherheit stark brennen werden. Schneide sie besser in kleine Teile und iss sie zusammen mit anderen Zutaten.

Bei scharfem Essen scheiden sich die Geister; die einen lieben es und würzen jedes Gericht mit frischen Chilis, Chili-Pulver oder Chili-Sauce, die anderen vertragen es nicht und mögen das brennende Gefühl auf der Zunge und im Rachen nicht. Scharf zu essen kannst du aber trainieren; dafür musst du über einen längeren Zeitraum den Schärfegrad immer mehr steigern. Übrigens gibt es über 350 Chilisorten. Sie unterscheiden sich in Schärfegrad, Form und Farbe. Am häufigsten werden Jalapeños, Thai-Chilis und Habaneros in der Küche verarbeitet – wobei die Habanero die schärfste der drei ist. Die schärfste Chili der Welt stammt aus Indien und trägt den Namen Bhut Jolokia.

Chili verleiht Gerichten die richtige Würze

Du kannst frischen Chili als Gewürz für Saucen, Reisgerichte, Eintöpfe, Salate und natürlich für Curry und Chili con Carne benutzen. Dafür musst du lediglich den grünen Stiel entfernen und die Schote in kleine Streifen hacken. Möchtest du die Schote etwas entschärfen, kannst du die Samen entfernen. Dafür schneidest du die Schote längs auf und entfernst die Samen und die weisslichen Trennwände mit dem Messer. Trag dabei am besten Handschuhe und wasch dir anschliessend gründlich die Hände – fasst du dir nämlich nach der Verarbeitung von Chili an die Augen, wird das höllisch brennen.

Chili-Flocken eignen sich wunderbar zum Bestreuen von Pizza oder um Saucen und Eintöpfe zu würzen. Chili-Saucen passen zu Fleisch- und Fischgerichten. Ist dir ein Essen doch mal zu scharf geraten, trink ein wenig Milch oder misch Rahm an die Sauce. Der Wirkstoff Capsaicin ist nämlich fettlöslich, daher helfen Milchprodukte. Wasser hingegen macht es nur schlimmer! Übrigens lassen sich mit Chili ganz wunderbare Kontraste in Süssspeisen schaffen – schon mal feine Schoggi mit Chili probiert?

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