Unzählige Algenarten

Während Algen in asiatischen Ländern zum täglichen Speiseplan gehören, kennen viele Europäer die grünen Blätter nur als äusserste Schicht von Sushi-Rollen. Es gibt unzählige Algenarten, selbst die essbaren Algen umfassen viele verschiedene Sorten. Immer bekannter werden hierzulande – ausser den für Sushi verwendeten Nori-Blättern – die Algen-Sorten Wakame, Kombu oder Dulse.

Auch Agar-Agar – ein beliebter veganer Gelatine-Ersatz aus Rotalgen – sowie Spirulina und Chlorella sind vielen ein Begriff. Letztere findest du vor allem in Nahrungsergänzungsmitteln. Da sie zu den Mikroalgen gehören, eignen sie sich nicht gut zum Kochen. Ganz anders die Makroalgen, mit denen du beispielsweise einen Salat oder eine Suppe verfeinern kannst.

FOODFACTS FOODFACTS
Gattung Undaria
Kalorien 12 kcal pro 100 g
Nährwerte 1 g Kohlenhydrate, 2 g Nahrungsfasern, 0 g Fett, 1 g Protein pro 100 g
Saison Februar bis Juni (in Asien)
Lagerung trocken, kühl und dunkel
Haltbarkeit mehrere Monate (getrocknet)

Algen und ihre Nährwerte

Ausser für ihren frischen Meergeschmack schätzen wir Algen auch für ihre Nährwerte. Denn sie sind äusserst fettarm und liefern dafür Mineralstoffe und Vitamine. Viele Sorten enthalten einiges an Jod und Omega-3-Fettsäuren. Auch als Eisenquelle sind Algen wertvoll. Für eine Extra-Portion von dem Mineralstoff greifst du beispielsweise zu Kombu. Andere Algen liefern besonders viele Proteine. Da sticht vor allem Spirulina hervor: Mit dieser Alge in Pulverform verleihst du einem Smoothie eine schöne Farbe plus einen Protein-Kick.

Beliebte Algen-Sorten und ihre Verwendung

Damit du für den nächsten Einkauf gut vorbereitet bist, hier eine kleine Übersicht zu einigen der bekanntesten und beliebtesten Algen-Sorten und wofür du sie verwenden kannst:

  • Wakame: Diese Alge ist die Pflichtzutat in japanischen Miso-Suppen und verleiht diesen ihren unverwechselbaren, würzigen Geschmack.
  • Nori: Die perfekte Hülle für Sushi. Ausserdem kannst du mit getrocknetem, zerstossenem Nori unter anderem Fischgerichte würzen.
  • Kombu: Wenn du für Abwechslung im Salat sorgen willst, peppe ihn mit einigen Blättern der Kombu-Alge auf, die nach Fisch und leicht süsslich schmeckt.
  • Dulse: Bei dieser Sorte fällt besonders das nussige Aroma auf. Bringe sie im Salat, einer Suppe, einer asiatischen Gemüsespanne oder einem Smoothie unter.
  • Hijiki: Auch Hijiki ist ein Allrounder und macht sich mit seinem sehr dezenten Anis-Aroma sowohl im Wok, in der Suppenschüssel oder als reine Beilage sehr gut.

Algen und Jod

Als Jodquelle eignen sich Algen hervorragend – manchmal sogar etwas zu gut. Das Spurenelement ist wichtig für den Körper, kann jedoch in zu grossen Mengen beispielsweise zu Fehlfunktionen der Schilddrüse führen. Solange du aber auf eine ausgewogene Ernährung achtest, kannst du Algen unbesorgt essen. Ein Blick auf den Jodgehalt kann bei Algen jedoch nicht schaden und häufig finden sich entsprechende Hinweise auf den Packungen. Die empfohlene Tageszufuhr von Jod liegt bei 0.15 Milligramm für einen Erwachsenen (gemäss SGE).

Algen kaufen und zubereiten

Algen findest du in asiatischen Spezialläden oder in gut sortierten Supermärkten meist in getrockneter Form. Einige Sorten werden mittlerweile auch in Europa gezüchtet und kultiviert, weswegen du auch nach Frischware Ausschau halten kannst. Europäische Algen stammen vor allem aus der Bretagne. Getrocknete Algen halten sich bedeutend länger und du musst sie vor der Zubereitung meist nur kurz einweichen. Dann kannst du sie genauso verarbeiten wie frische. Je nach Sorte und Rezept kochst du die Algen zum Beispiel oder isst sie einfach roh im Salat.

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