Ein Zeichen gegen die Verschwendung
Ein Zeichen gegen die Verschwendung: Gutes Brot vom Vortag gibtʼs im Good zum fairen Preis.

Als sich Barbara Berra und Beatrice Bös entschieden, sich ihren langjährigen Traum vom eigenen Café  zu erfüllen, war ihnen eines klar: «Es sollte nicht einfach nur ein herziges Café sein, sondern der Gesellschaft etwas zurückgeben.» Ihr Unternehmen sollte einen echten Mehrwert bieten. Daher auch der Name: «Good – Kafi und meh».

Getreu diesem Konzept kümmern sich Barbara und Beatrice nicht nur von Herzen um ihre Gäste. Sie setzen sich mit dem Good auch für Ideen ein, die diese Philosophie des Guten in die Welt tragen. So unterstützen sie zum Beispiel das Projekt «Wasser für Wasser»: Alle Einnahmen durch Hahnenwasser werden für die Trinkwasserversorgung in Sambia gespendet. 

Unter dem Label «gnüssbar» verkaufen die Frauen Gebäck von gestern zu günstigeren Preisen und leisten damit einen Beitrag gegen Verschwendung.

Ausserdem lassen sie eine neapolitanische Tradition aufleben: den Caffè Sospeso, der im Good Café Surprise heisst. Gäste können einen Kaffee extra bezahlen, den eine bedürftige Person später einziehen kann.

Gutgehen lassen kann man sich’s als Gast im Good auf jeden Fall. Egal, ob beim Zmorge, Znüni, Zmittag oder Zvieri: Serviert werden Kaffeespezialitäten und wunderbare, hausgemachte Kuchen, zum Mittagessen stehen frische Salate, herzhafte Bagels und saftige Burger auf der Karte. Absolutes Highlight im Good sind die fluffigen, warmen Waffeln mit Früchten der Saison und der Super-Schoko-Schoko-Kuchen – den muss man probiert haben.

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Caffè Sospeso: Alte Tradition ganz modern

Der «aufgeschobene Kaffee» ist anfangs des 20. Jahrhunderts in Neapel entstanden: Zusätzlich zum eigenen Kaffee bezahlt man einen weiteren, der später auf Nachfrage einer bedürftigen Person ausgeschenkt wird. Dieser schöne Brauch wird darauf zurückgeführt, dass es in Neapel oft an Verwaltung gefehlt habe und die Bürger sich somit selbst helfen mussten. Mittlerweile gibt es weltweit einige Cafés, welche die Tradition aufgenommen haben.

Fast alles kommt aus der hauseigenen Küche, in der die beiden Inhaberinnen von tollen Mitarbeiterinnen unterstützt werden, die sie «Küchenfeen» nennen. «Kochen, Backen, die Kaffeezubereitung, all das ist ein sehr schönes Handwerk, das uns viel Spass macht», sagt Barbara.

Das merkt man: Hier wird alles mit viel Liebe hergestellt, was man den liebevoll angerichteten Tellern und Schälchen auch ansieht. «Es ist ein tolles Gefühl, wenn sich Gäste über die schön angerichteten Speisen freuen», meint Beatrice. «Unsere Gäste sollen sich bei uns wohl fühlen.»

Die Getränkekarte.
Sehr schick: Die Getränkekarte im Kafi Good.

Café mit gemütlichem Wohnzimmer-Feeling

Die einladenden Sessel sorgen für Wohnzimmer-Atmosphäre.
Die einladenden Sessel sorgen für Wohnzimmer-Atmosphäre. Da will man nicht mehr aufstehen.

Das gelingt den beiden leicht: Wir fühlen uns jedenfalls sofort wie zuhause im Good. Das warme Interieur mit viel Holz, Tageslicht und schönen Deko-Details ist einladend, erinnert an ein gemütliches Wohnzimmer. «Wir hatten viel Glück mit der Einrichtung», erzählt Barbara. «Die Sessel wurden uns von einem Bekannten überlassen. Viele Stühle und Tische konnten wir vom Vormieter des Lokals übernehmen.»

Vor dem Good wurden die schönen Räumlichkeiten von zwei Künstlern als Atelier genutzt. Von ihnen stammen auch noch die Holzrahmen, die als Regale an der Wand angebracht sind, wie ein überdimensionierter Setzkasten. Beatrice und Barbara präsentieren hier sorgfältig ausgesuchte Produkte, die man auch kaufen kann. «Unser kleiner Pop-Up-Store», lacht Beatrice. Die schönen Dinge wechseln immer wieder, es gibt also laufend Neues zu entdecken, von Kerzen über selbstgemachte Geschenkanhänger bis hin zu ausgewählten Büchern.

Der kleine «Pop-Up-Store».
Der kleine «Pop-Up-Store».

 

Auch Kinder sind im Good herzlich willkommen. In einer zauberhaften, erhöhten Ecke mit einem Schaukelpferd, Büchern und Spielsachen können die Kleinen «spielen wie zuhause», wie eine kleine Wandtafel sagt, während Mama und Papa eine verdiente Auszeit geniessen.

Diese Kinder- und Elternfreundlichkeit ist nicht erstaunlich: Barbara und Beatrice sind beide auch Mütter. «Das ist wahrscheinlich die grösste Herausforderung am Good», verraten sie uns: «Familie und Café unter einen Hut zu bringen.» Ein Café gibt immer viel zu tun, eine Familie auch. Mit guter Arbeitsteilung, grosser Kreativität und den richtigen Leuten im Leben schaffen es die beiden tüchtigen Unternehmerinnen aber, auch das zu stemmen.

Wir sind beide von Herzen gerne Gastgeberinnen.

Beatrice und Barbara.

 

Belohnung für ihre Arbeit? Die sehen die Inhaberinnen auch in kleinen Dingen: «Uns widerfährt mit dem Good viel Schönes», erzählt uns Beatrice Bös. «Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass uns so geholfen wird. Dass wir Möbel geschenkt bekommen. Wie sich unsere Küchenfeen mit uns für das Café einsetzen. Wie eingesprungen wird, wenn Not an der Frau ist. Die positiven Rückmeldungen unserer Gäste. Die Unterstützung unserer Familien. Scheinbar Kleinigkeiten, die uns aber eine Riesenfreude machen. Für all das Gute, das zu uns zurückkommt, sind wir unglaublich dankbar.»

Es scheint eben zu stimmen: Man erntet, was man sät. Mit dem Good haben Beatrice Bös und Barbara Berra wirklich ein «Kafi und meh» geschaffen, das alles Gute verdient hat, das ihm widerfährt.

Beatrice Bös und Barbara Berra, die Inhaberinnen des Kafi Good.
Beatrice Bös und Barbara Berra, die Inhaberinnen des Kafi Good.

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