Meine bevorzugten Lokale sind die geselligen: Pizzerien, Trattorien, Grotti. Wenn ich ins Restaurant gehe, ist das oft ein Vorwand, um Zeit in der Gesellschaft von Freunden zu verbringen.

Sarahs grosse Leidenschaft sind die Kuchen und Hefebackwaren. Bereits 2009 begann sie zu bloggen. Mehr aus dem Grund, damit grossartige Rezepte festgehalten werden können und um sich auszutauschen, als aus reinem Mitteilungsbedürfnis. Sie liebt es, Rezepte sehr detailliert aufzubereiten, mag die Gemeinschaft in der Bloggerszene und kocht und backt gerne mit ihrem 7-jährigen Sohn.

Wie bist du zum Kochen gekommen?

Als mein Grossvater starb, zog meine Grossmutter mütterlicherseits zu uns. Sie kümmerte sich um mich, während meine Eltern arbeiteten. Ich sah ihr gern zu, wie sie Rezepte zubereitete. Die 20 bis 25 Gerichte, die sie wieder und wieder zubereitete, waren immer perfekt, auch wenn sie die Zutaten lediglich nach Augenmass oder löffelweise bemass. Sie irrte sich nie. Für mich war es magisch. Ich habe immer noch Fotos von mir, wie ich Teig ausrolle – mit einem Nudelholz in der Hand, mit dem sie mich freundlicherweise spielen liess.

Welcher Duft weckt bei dir sofort positive Erinnerungen?

Ein Duft, der Erinnerungen weckt, ist Grappa. Meine Grossmutter stammte aus dem Trentino, aber sie lebte viele Jahre im Veneto. Während der Karnevalszeit durften die Crostoli (das klassische mürbe Fettgebäck, das für dieses Fest typisch ist) nicht fehlen. In jeder italienischen Region haben sie verschiedene Namen (frappe, cenci, galani, chiacchiere, crostoli etc.) und jede Region verwendet einen anderen Likör als Zutat. Sie benutzte Grappa. Ich mag keine Spirituosen, aber Grappa ist für mich wie ein Zeitsprung 30 Jahre zurück, als ich von der Schule nach Hause kam, die Tür öffnete und meine Grossmutter frittieren sah. Der Grappa gab den Crostoli einen unverwechselbaren Geschmack, und damit mache ich sie auch heute noch.

Was ist deine wichtigste Mahlzeit am Tag?

Meine Lieblingsmahlzeit ist auf jeden Fall das Frühstück. Es gibt Dinge, die einfach nicht fehlen dürfen, wie zum Beispiel der Milchkaffee. Je nach Tag gefällt es mir, die unterschiedlichsten Sachen auf den Tisch zu stellen: Müesli, Waffeln, Milch und Cerealien, eine Brioche, Kekse, Gipfeli oder einen einfachen Apfelkuchen. Oder Joghurt und frisches Obst. Je nachdem, wie ich mich fühle, und abhängig von der zur Verfügung stehenden Zeit. Ich liebe das Frühstück.

Was ist heute dein Lieblingsessen?

Wenn ich an ein Gericht denke, dass ich immer und ewig essen könnte, dann wäre das Pizza. Es ist ein einfaches Gericht, das sich jedes Mal in etwas Magisches verwandeln kann. Um eine gute Pizza zu machen, braucht man Zutaten von hoher Qualität. Je einfacher ein Gericht ist, umso mehr Bedeutung hat die Qualität seiner Zutaten. Pizza ist eine perfekte Basis für alles. Pizza wird es immer geben.

Dein «Happy Soul Food»?

Meine Herzensnahrung? Der Zopf. Wenn ich als kleines Mädchen vom Tennistraining zurückkam, hielt ich mit Papa auf dem Heimweg an, und wir kauften einen noch warmen Zopf, den wir mit nach Hause nahmen. Er kam nie, und ich meine nie, komplett zu Hause an. Jetzt, da ich ihn selbst machen kann, backe ich mindestens zwei bis drei Mal im Monat einen.

Welches Lebensmittel kannst du nicht leiden?

Ich habe eine ziemliche Abneigung gegen Bananen.

Welche Zutat hast du in letzter Zeit «neu» für dich entdeckt?

Brokkoli und Fenchel mochte ich früher nicht. Ich habe erst vor einigen Jahren begonnen, beide zu essen.

Was kannst du gar nicht riechen?

Koriander. Den mag ich überhaupt nicht.

Welches Küchenutensil ist für dich unentbehrlich?

Kann ich nur eins auswählen? Auf den Teigschaber kann ich nicht verzichten. Und die Silikonspatel sind fantastisch, um schaumige und trockene Zutaten zu sehr luftigem Teig zu vermengen.

Mit wem würdest du gern mal die Küche teilen?

Mit Gabriele Bonci oder Renato Bosco, zwei berühmte, italienische Pizzaioli. Die Kunst der Pizzazubereitung fasziniert mich. Das wäre eine wunderbare Erfahrung.

Hast du einen Lieblingskochpartner?

Ich backe und koche gern allein. Ich habe meine eigenen Vorstellungen und gehe sehr methodisch vor. Auch die ästhetische Seite spielt eine Rolle, denn ich möchte das Ergebnis in Blogs und auf sozialen Kanälen veröffentlichen. Also nehme ich mir dafür die nötige Zeit. Aber ich habe viel Spass am Backen und Kochen mit meinem 7-jährigen Sohn, der sich sehr dafür zu interessieren scheint, was ich mache.

Wen würdest du gern mal bekochen?

Meinen Grossvater hätte ich sehr gerne bekocht. Er starb, als ich erst 6 Jahre alt war, und soweit ich weiss, ass und naschte er sehr gern. Ich wünschte, ich hätte ihn ein wenig mit einigen seiner Lieblingsgerichte verwöhnen können.

Das Gewürz, das ich am meisten verwende, ist definitiv Zimt. Ich verwende nicht gerne grosse Mengen, aber ich backe selten einen Apfelkuchen, der nicht wenigstens ein bisschen Zimt enthält.

Sarah

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