Fährt man die endlosen, von Reben gesäumten Strassen zwischen Stellenbosch und George entlang, fühlt man sich wie in der Toskana. Besucht man eine Mall in Kapstadt, hat man das Gefühl, man befindet sich in den USA. Und streift man über die weissen Sandstrände bei Clifton, macht sich Karibik-Feeling breit.

Die Niederlande lassen grüssen

Mindestens ebenso vielfältig wie Südafrikas Landesteile ist die gleichermassen umfangreiche wie schwer einzuordnende südafrikanische Küche. Ganz zu Recht nennt man sie die Regenbogen-Küche. Südafrikas Vergangenheit als ehemalige Kolonie der Niederlande spiegelt sich deutlich auf den Speisekarten Südafrikas wider. Die beliebtesten Desserts sind zum Beispiel Malva Pudding, Melktart oder Koeksisters. Letzeres ist ein frittiertes, zu einem Zopf geflochtenes Gebäck, das nach dem Ausbacken durch einen speziellen Sirup gezogen und getrocknet wird. 

Auch Seefahrer und Einwanderer haben zur Kolonialzeit Rezepte aus Europa, Asien und Indien mitgebracht, die heutzutage mit den heimischen Gerichten Südafrikas kombiniert werden.

Braai: Gemeinsam essen

Fleisch wird hier viel gegessen. Den Begriff Braai (afrikaans für «braten») entdeckt man an vielen Orten. Damit ist nicht nur die Zubereitung des Fleisches, sondern auch das Beisammensein gemeint. Nebst Biltong, einer Art Trockenfleisch, ist der scharf gewürzte Hackfleisch-Auflauf Bobotie sehr beliebt. Vegetarier müssen sich jedoch keine Sorgen machen: Fast immer gibt es auch vegetarische Optionen. Ich habe einen sogenannten Potjiekos probiert: einen traditionellen burischen Eintopf, der in einem gusseisernen Topf mit Gemüse, Bohnen, Kürbis und Süsskartoffeln zubereitet wird – lecker und nahrhaft!

Viele traditionelle Gerichte kann man etwas ausserhalb von Kapstadt, wie beispielsweise in Albertinia, geniessen. Dort haben wir im Anschluss an eine ausgiebige Safari-Tour in der Garden Route Game Lodge herrlich gespeist. Zum Frühstück gibt es traditionell Omelette, Eier, Toast und Müesli und am Abend werden nebst internationalen Gerichten jeden Tag afrikanische Spezialitäten angeboten.

Ein Eldorado für Weinliebhaber

Von Albertinia ging es dann weiter nach Stellenbosch. Stellenbosch ist besonders bekannt für Wein-Degustationen und Wanderungen. Weinliebhaber sind in Südafrika sicher gut aufgehoben, denn das mediterrane Klima Südafrikas gibt dem Wein Fruchtigkeit und einen hohen Alkoholgehalt. Besonders beliebte Rebsorten sind der südafrikanische Pinotage, der 1924 aus Pinot Noir und Cinsault gezüchtet wurde, sowie der Cabernet Sauvignon und der Shiraz. Bei den Weissweinen stehen Chenin Blanc und Sauvignon Blanc praktisch in jeder Weinkarte. In Stellenbosch haben wir am Wochenende auch einen Markt besucht und dort Pap, einen fluffigen Brei aus Maisgriess, probiert und als sehr lecker empfunden. Mais ist übrigens das meist angebaute Getreide in Südafrika – kein Wunder, dass man ihn überall findet.

Als Zwischenhalt auf dem Weg Richtung Kapstadt haben wir eine Nacht in der malerischen Stadt Hermanus verbracht. An der Küste lässt es sich wunderbar bei Mondlicht zu Abend essen. Von den Einheimischen haben wir erfahren, dass es den besten Fisch und das beste Sushi mit traumhafter Aussicht aufs Meer im »Lemon Butta Seafood Bistro on the Bay» gibt. Recht hatten sie!

Foodies kommen in Kapstadt auf ihre Kosten

Unsere letzte Destination war Kapstadt. Kapstadt ist gewissermassen der Inbegriff der Regenbogen-Küche. Von Sushi bis Ramen, von Steak bis vegan, von Hotdog bis Sterneküche, von Foodcourt bis Streetfood – hier wird wirklich jeder glücklich. Was besonders auffällt: Cafés und Restaurants befinden sich oftmals in kleinen Secondhand-Shops, Kleiderläden, Werkstätten, Kunsthallen oder Coworking-Spaces.

Einkaufen, essen, trinken, Kunst bestaunen, tanzen und plaudern: Alles passiert hier am gleichen Ort. Besonders eindrücklich ist die Markthalle an der V&A Waterfront. Dort haben wir Wraps getestet und uns im Foodmarket durch die Vielfalt an Fingerfood probiert. Unser Favorit waren nebst dem veganem Eintopf Butkie die Trüffel-Pommes. Schon für die allein lohnt sich eine Reise nach Südafrika.

Jede Menge Lieblingscafés

Natürlich gibt es mittlerweile auch viele vegane Cafés, die besonders durch Social Media an Aufmerksamkeit gewonnen haben. Dort werden nicht selten die üblich Trend-Foods wie Matcha Latte, Smoothie-Bowls und Avocado-Toasts serviert. Wer es ganz ausgefallen mag, probiert im Nourish'd in der Kloof Street den Unicorn Latte: Ein Kaffee, der ganz gemäss Einhorn-Trend mit bunten Streuseln serviert wird. Weitere vor Ort entdeckte Lieblingscafés, die ihr unbedingt ausprobieren solltet, sind:

  • Jason’s Bakery
  • Nourish’d
  • The Strangers Club
  • Jarryds
Lara -  Vanillacrunnch
Lara - Vanillacrunnch
Der warme Aprikosenkuchen ihrer Oma bleibt für die «süsse» FOOBY unvergessen.

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