Genussvoll teilen
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Genussvoll teilen

Gemeinsam essen und teilen mit Familie und Freunden

Eine ausgiebige Mahlzeit zusammen mit den Liebsten rundet einen Tag perfekt ab. Denn ein gemeinsames Essen verbindet und schmeckt gleich zweimal so gut. Wir kennen in unseren Breitengraden das «geteilte» Essen, beim Buurezmorge etwa oder auch beim Fondue oder Raclette. Wir präsentieren hier drei weitere Küchenstile, die aus dem Teilen ein kulinarisches Happening machen und die neue Lust am Teilen schon immer in ihrer Kultur haben.

Aus Italien kennen wir die Tavolata. Der Nahe Osten begeistert uns mit Mezze. Und aus dem südostasiatischen Raum lädt die indonesische Reistafel zum Schwelgen ein. Allen drei gemeinsam sind die vielen kleinen Gerichte, die gleichzeitig serviert werden. Unzählig viele Leckereien statt individueller Menüs sind Ausdruck einer Kultur, die das genussvolle Teilen und gemeinsame Zelebrieren des Essens pflegt.

Gemeinsam Kochen und Essen als Ritual

Ein bewusstes Miteinander, wenn es ums Essen geht, ist in vielen Kulturen selbstverständlich. Die Idee, mit vielen Menschen an einer grossen Tafel zu sitzen, liegt unter anderem den Konzepten der Tavolata, Mezze oder der indonesischen Reistafel zugrunde. Egal, ob im eigenen Zuhause oder im Restaurant – eines haben die drei gemeinsam: Sie entsprechen nicht der hierzulande klassischen Speisefolge von Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch. Dabei lehren sie uns auch, verschiedene Speisen genussvoll miteinander zu teilen.

Tipp:

Ein Vorteil am genussvollen Teilen vieler verschiedener Speisen ist, dass für jeden Geschmack etwas Passendes dabei ist. Nicht nur Fleisch- und Fischliebhaber, auch Vegetarier und Veganer finden eine umfangreiche Auswahl an Speisen, die unterschiedliche Geschmacksrichtungen abdecken.

Mezze: Kleine Gerichte, grosse Abwechslung

Als sogenannte Mezze bezeichnet man kleine Teller mit unterschiedlichen Vorspeisen, Desserts oder Zwischenmahlzeiten. Ihren Ursprung haben Mezze vor allem in orientalischen Ländern, aber auch in Griechenland und Zypern ist diese Form des Speisens bekannt. Daher gibt es auch unterschiedliche Bezeichnungen für sie: Auf Griechisch heissen sie Mezedes, auf Türkisch Meze. Der Begriff Mezze kommt aus dem Arabischen.

Traditionell enthält Mezze rassige Öle, Kichererbsen, Auberginen, Oliven oder Joghurt sowie Fleisch und Fisch. Gewürze wie Kümmel und Koriander dürfen ebenso nicht fehlen. Zu den bekanntesten Köstlichkeiten auf den Mezze-Tellern zählen:

  • Babaghanoush: Püree aus Auberginen und Sesam.
  • Falafel: frittierte Bällchen aus Kichererbsenpüree
  • Halloumi: gebratener/frittierter Käse
  • Hummus: Püree aus Kichererbsen und Sesammus
  • Köfte/Hackbällchen: Bällchen aus pikant gewürztem Hackfleisch
  • Taboulé: Salat aus Bulgur, verfeinert mit Petersilie
  • Fladenbrot: flaches, einfaches Brot (oft mit Sesam und Kümmel verfeinert)
  • Fattoush: Brotsalat aus gebratenen Fladenbrotstückchen

Dies sind nur einige von einer Vielzahl an Mezze-Rezepten. Was genau Mezze ist, definiert jeder Imbiss, jedes Restaurant oder jede Familie selbst. Der eine fügt mehr Gewürze hinzu, während der nächste auf die Zugabe von Kräutern oder Früchten schwört.

Tavolata: Italienisches Gemeinschaftsgefühl spüren

Gemeinsam essen und miteinander geniessen nach Gluscht – das ist Tavolata. Gemeint ist damit eine reich gedeckte Festtafel, bei der alle möglichen italienischen Gerichte auf den Tisch kommen und jeder das isst, was er am liebsten mag. Mamma mia! Wie fein ist das denn!

Der Begriff Tavolata stammt aus dem Italienischen und bedeutet wortwörtlich «Tisch». Eine Tavolata ist demnach eine Tischrunde, in der Menschen zusammenkommen und zuvor gemeinsam Gekochtes bei einer netten Unterhaltung zusammen geniessen. Sie teilen Essen, Getränke und eine ausgelassene Stimmung miteinander.

Wo die Liebe den Tisch deckt, schmeckt das Essen am besten.

Die gewählten Gerichte serviert der Koch oder Gastgeber traditionell auf grösseren Platten, von denen sich alle am Tisch Sitzenden selbst bedienen. Wie auch bei den anderen Tafeln wählen die Gäste zwischen Fleisch, Fisch und vegetarischen Gerichten. Dabei feiern und teilen sie bewusst genussvoll und in heiterer Runde. Infrage kommt die Tavolata sowohl für Freunde und Verwandte als auch für einen ungezwungenen Abend mit Geschäftspartnern.

Hinter einer Tavolata steckt die Idee, Menschen zusammenzubringen, die ihre Zeit miteinander bei einem gemütlichen Essen geniessen wollen. Auch an der Tavolata-Tafel müssen sich die Gäste nicht auf ein Gericht festlegen, sondern teilen sich eine Vielzahl von Speisen. Die Tavolata ist gefüllt mit italienischen Gaumenschmäusen. Frische Zutaten kommen in kalten und warmen Speisen zum Einsatz. In Italien darf natürlich Wein nicht fehlen. Darum wird bei einer Tavolata auch für guten Wein gesorgt, welcher das Menü abrundet und ergänzt.

Zu den typischen Speisen einer Tavolata zählen beispielsweise:

  • Focaccia: Fladenbrot mit Olivenöl, Kräutern und weiteren optionalen Zutaten
  • Caponata: Gemüsepfanne mit Tomaten, Auberginen und weiteren beliebigen Gemüsesorten nach Wahl
  • Geschmortes Kaninchen: langsam gegartes Kaninchenfleisch
  • Peperoniröllchen: mit Frischkäse gefüllte Peperoni

Feste feiern auf Indonesisch – an der Reistafel

Die indonesische Reistafel besteht, wie das Wort schon erahnen lässt, aus Gerichten der indonesischen Küche. Oftmals wird sie auch Rijsttafel genannt, da es die Niederländer waren, die das Konzept während der Kolonialzeit in ihr Heimatland mit zurückbrachten. Bei der Reistafel stellt man viele unterschiedliche Gerichte auf eine grosse Festtafel. Ähnlich wie bei einem Buffet bedienen sich alle, die am Tisch sitzen, an den Gerichten.

Typischerweise reicht man bei jeder indonesischen Reistafel Reis als neutrale Grundlage. Diesen verfeinert sich jeder selbst mit seinen favorisierten Saucen und Beilagen. Die indonesische Reistafel eignet sich hervorragend sowohl für vegetarische Feinschmecker als auch für solche, die gern Fisch und Fleisch essen. Traditionsgemäss essen alle Personen am Tisch die Lebensmittel mit den Fingern.

Tipp:

Solange noch Essen und Gäste da sind, sollte der Gastgeber niemals die Reistafel frühzeitig abräumen. Es ist üblich, den Gästen die Freiheit zu geben, sich auch später am Abend noch einmal an der Tafel bedienen zu können.

Wer die indonesische Reistafel selbst nachkochen möchte, der hat viel Gestaltungsfreiraum, nämlich eine riesen Anzahl an Rezepten. Generell gilt: Beliebt sind Rezepte mit Huhn, Rind- oder Schweinefleisch mit unterschiedlichen Würzungen. Für Vegetarier und Veganer eignen sich Gerichte mit Gemüse, Früchten oder Tofu.

Aufgrund der unterschiedlichen Geschmäcker gehört auf eine Rijsttafel eine umfangreiche Zusammenstellung von Beilagen, dazu zählen unter anderem:

  • Seroendeng: geröstete Erdnüsse, Cashews oder Kokosraspel
  • Sambal: würzige Chilisauce
  • Saté-Spiesse: gegrillte Spiesse mit Fleisch und Erdnusssauce
  • Rendang Rind: würziges Curry mit geschmortem Rindfleisch
  • Bami Goreng: gebratene Nudeln (wahlweise mit Fleisch oder Gemüse)
  • Gado-Gado: warmer Gemüsesalat mit Erdnusssauce
  • Nasi Kuning: Reisgericht mit Kokosmilch und Kurkuma

Die Zeit miteinander genussvoll nutzen

Alle Festtafeln haben eines gemeinsam: Sie setzen nicht nur die Gerichte selbst, sondern das Beisammensein in den Mittelpunkt. Solch eine Mahlzeit zieht sich oftmals über viele Stunden hin, in denen gefeiert, gelacht, gegessen und geredet wird. Das Ziel des Essens ist somit, eine schöne Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen.

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